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| 18:38 Uhr

Baumaßnahme
Das Ende einer Holperpiste

 Die Kochstraße in Lübbenau soll grundhaft ausgebaut werden.Dafür gab es am Donnerstag einen Fördermittelbescheid.
Die Kochstraße in Lübbenau soll grundhaft ausgebaut werden.Dafür gab es am Donnerstag einen Fördermittelbescheid. FOTO: LR / Hofmann
Lübbenau. Bauministerin Kathrin Schneider überreicht Förderbescheide über mehrere Millionen Euro für den Ausbau der Robert-Koch-Straße und die Fortsetzung des Stadtumbaus in Lübbenau. Von Rüdiger Hofmann

Entstanden ist sie bereits in den 1960er-Jahren und diente der Erschließung der Lübbenauer Neustadt. Die Robert-Koch-Straße –  aktueller Schwerpunkt in der infrastrukturellen Stadtplanung. Die Zeit für eine Sanierung ist nun gekommen. Das merken Verkehrsteilnehmer jeden Tag aufs Neue, wenn sie über die Holperpiste fahren.

Lübbenau erhält nun für den grundhaften Ausbau der Straße finanzielle Unterstützung aus dem Landesprogramm zur Förderung des kommunalen Straßenbaus. Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) hat am Donnerstag einen Zuwendungsbescheid und Zuwendungen für den weiteren Stadtumbauprozess an Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) übergeben.

1,2 Millionen Euro gibt es für den Ausbau der Robert-Koch-Straße und rund 2,5 Millionen Euro für die Fortsetzung des Stadtumbaus sowie für soziale Stadt-Projekte. „Die Stadtentwicklung in Lübbenau ist auf einem sehr guten Weg. In der Altstadt und der Neustadt konnten bereits viele stadtbildprägende Gebäude sowie Straßen und Plätze saniert werden“, so die Ministerin. Die neuen Fördermittel von Bund und Land würden zum Beispiel für die Außen­anlagen der Kita Wichtel, die Sanierung der Turnhalle in der Werner-Seelenbinder-Straße und die Sanierung des Delphin-Hallenbades eingesetzt.

„Ein großes Stadtentwicklungsprojekt ist die Beseitigung der Bahnübergänge. Eine Voraussetzung dafür ist der umfassende Ausbau der Robert-Koch-Straße, damit diese als Umleitungsstrecke zur Verfügung steht“, sagt die Infrastrukturministerin. Die Straße soll mit Beginn der Umsetzung der umfangreichen Baumaßnahmen entsprechend der Planungen des „Niveaufreien Verkehrskonzeptes Lübbenau“ voraussichtlich ab dem Jahr 2022 den Umleitungsverkehr der L49 aufnehmen. „Die Sanierung sorgt gleichzeitig für ein attraktiveres Wohnumfeld und für mehr Verkehrssicherheit“, so Schneider.

Ein grundhafter Ausbau werde außerdem wichtig, da die Bauweise nicht mehr den heutigen Standards entspricht. Außerdem hätten Fahrbahn und Nebenanlagen ihre Nutzungsdauer erreicht und nach 50 Jahren überschritten. Geplant ist künftig auch eine gefahrenlosere Nutzung von Geh- und Radwegen.

„Mit dem Straßenausbau schaffen wir zudem beste Voraussetzungen für Menschen mit mobilen Einschränkungen. Daneben werden die Pkw-Nutzer profitieren. Die Straße wird gefälliger, und durch eine Parkierung im Straßenraum sichern wir den ruhigen Verkehr durch öffentliche Parkplätze“, sagt Bürgermeister Helmut Wenzel.

Gleichzeitig werden Regenwasserkanalisation und Straßenbeleuchtung neu errichtet. Parkflächen werden neugestaltet und barrierefreie Bushaltestellen gebaut.

Die Baulänge beträgt etwa 820 Meter. Der öffentliche Straßenraum hat eine Breite von rund 18 Meter. Die Fahrbahn wird zweistreifig sechs Meter breit ausgebaut, teilt die Stadt mit. Die Parkstreifen werden zwei Meter breit. Radweg und Gehweg werden beidseitig mit 0,75 Metern Sicherheitsstreifen angeordnet und mit Betonsteinpflaster gebaut. Die Fahrbahn wird mit einer Asphaltdecke hergestellt. Die Gesamtkosten des Bauvorhabens betragen rund drei Millionen Euro.

Noch in diesem Jahr soll mit der Maßnahme begonnen werden. Der komplette Realisierungszeitraum erstreckt sich bis 2022.

 Die Kochstraße in Lübbenau soll grundhaft ausgebaut werden.Dafür gab es gestern einen Fördermittelbescheid.
Die Kochstraße in Lübbenau soll grundhaft ausgebaut werden.Dafür gab es gestern einen Fördermittelbescheid. FOTO: LR / Hofmann