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| 12:15 Uhr

Premiere
Die Nordsee muss warten

Auch wenn es mit der Nordsee nicht geklappt hat, können die Lübbenauer Teams zufrieden sein. Die Feuerwehrsportgruppe Lübbenau II spurtete bei ihrer Premiere im CTIV-Bundeswettbewerb auf einen bemerkenswerten Bronzerang.
Auch wenn es mit der Nordsee nicht geklappt hat, können die Lübbenauer Teams zufrieden sein. Die Feuerwehrsportgruppe Lübbenau II spurtete bei ihrer Premiere im CTIV-Bundeswettbewerb auf einen bemerkenswerten Bronzerang. FOTO: Uwe Hegewald
Lübbenau. Lübbenau ist erstmals Ausrichter der CTIV-Landesmeisterschaft der Jugendfeuerwehren.

Am Samstag ist auf dem Areal der TSG Lübbenau 63 erstmals ein Wettbewerb der Jugendfeuerwehren  nach Regelwerk des CTIV durchgeführt worden. Das Kürzel steht für Comité Technique International de prévention et d’extinction du Feu. Zu Deutsch: Internationales technisches Komitee für vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen. Bereits im August 1900 als „Großer Internationaler Feuerwehrrat“ gegründet, zählt die Vereinigung mit Sitz in Stockholm 39 Mitgliedsländer und 46 angeschlossene Mitglieder.

Das allein erklärt noch nicht, warum ausgerechnet Lübbenau die Landesmeisterschaften der Jugendfeuerwehren anno 2018 ausrichtet. „Wettbewerbe nach dem Regelwerk des CTIV sind nicht so weitverbreitet, wie die geläufigen Vergleiche mit dem klassischen Löschangriff nass als Königsdisziplin“, erklärt Jan von Bergen, stellvertretender Landesjugendfeuerwehrwart. Dabei besteht auf CTIV-Ebene aufgrund der internationalen Ausrichtung die Chance, an Olympiaden teilzunehmen. Den dennoch in Brandenburg selten praktizierten CTIV-Wettbewerben ist es zuzuschreiben, dass in Lübbenau nur vier Mannschaften an den Start gehen. Neben den erfolgsverwöhnten Truppen aus Trebendorf und Wolfshain (beide SPN) schicken die veranstaltenden Lübbenauer zwei Mannschaften ins Rennen.

„Für uns ist das eine Premiere und die große Chance, sich für den Bundeswettbewerb zu qualifizieren“, schwört Stadtjugendfeuerwehrwart Rico Angermann seine beiden Gruppen auf Höchstleistungen ein. Vom 30. August bis 2. September findet der Bundesausscheid im Internationalen Jugendfeuerwehrwettbewerb in Husum (Schleswig-Holstein) statt. Die beiden besten Mannschaften des Landesvergleiches qualifizieren sich für das Finale im Kreis Nordfriesland.

Jugendtrainer Bastian Schötzick kann sich ein Wochenende an der Nordsee sehr gut vorstellen. Selbst Carola Krahl, Geschäftsführerin des Landesfeuerwehrverbandes, hat von Eltern der Lübbenauer Floriansjünger erfahren, dass sie ihre Sprösslinge selbstverständlich zu den Deutschen Meisterschaften am Meer begleiten würden. Die Rahmenbedingungen des Wettbewerbs stimmen. Nahezu alles, was bei der Feuerwehr auf Land- und Landkreisebene Rang und Namen hat, schaut dem Kräftemessen zu. Bürgermeister Helmut Wenzel stellt allen Wettkampfteilnehmern Freikarten für die Spreewelten in Aussicht und Landesjugendfeuerwehrwart Sven Szramek würdigt: „Vielen Dank an die Stadt Lübbenau und alle Helfer, die bereits am Vortag wichtige Vorbereitungen getroffen haben. Schön, dass wir hier sein dürfen“, so der aus dem Milower Land angereiste Szramek.

Mit Spaghetti und Tomatensoße hält die ASB-Kochstaffel um Veit Noack und Markus Schippel die Wettbewerber kulinarisch bei Laune. Die müssen sich in zwei Disziplinen bewähren – einer Feuerwehrhindernisübung sowie einem 400-Meter-Staffellauf mit Hindernissen. Bei CTIV-Wettbewerben vorgeschrieben ist u.a. ein striktes Kommunikationsverbot innerhalb der Mannschaften während der Übungen. Bei jedem Fehler an den Stationen gibt es Punktabzug, wobei die Mädchen und Jungen aus Wolfshain ihrer Mitfavoritenrolle gerecht werden. Die „Jungwölfe“ erzielen 1001,72 Punkte und verweisen Trebendorf (986,16 Pkt.) auf Platz zwei.

Dass Lübbenau II (913,51 Pkt.) und Lübbenau I (880,99 Pkt.) achtbare Ergebnisse einfahren, erfüllt Rico Angermann mit Stolz. „Dafür, dass wir erst seit drei Wochen trainiert und erstmals an einem CTIV-Wettbewerb teilgenommen haben, können wir mehr als zufrieden sein“, so der Lübbenauer Stadtjugendfeuerwehrwart. Zu den beiden einheimischen Teams zählten Aktive aus der Kernstadt Lübbenau sowie aus Zerkwitz, Krimnitz, Bischdorf und Klessow.