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| 19:13 Uhr

Problemdiskussion
CDU-Stammtisch: Stehpaddler als „Sicherheitsrisiko“

Gut besucht war am Donnerstag der neuerliche Stammtisch des CDU-Ortsverbandes Lübbenau im Spreewaldeck.
Gut besucht war am Donnerstag der neuerliche Stammtisch des CDU-Ortsverbandes Lübbenau im Spreewaldeck. FOTO: Uwe Drewes / CDU-Ortsverband Lübbenau/Spreewa
Lübbenau. Entschlammung, Hochwasserschutz und Tourismus im Spreewald waren bei einer Diskussionsrunde in Lübbenau die Themen. Von Daniel Preikschat

Die Lübbenauer CDU hatte dieser Tage zu einem Stammtisch in das Hotel Spreewaldeck eingeladen. Gesprächspartner waren Siegurd Heinze, Landrat von OSL, und Eugen Nowak, Biosphärenreservatsleiter. Nach den Statements gab Moderatorin und Landtagsabgeordnete Roswitha Schier die Diskussion frei.

Schnell zeigte sich dabei, wo den Spreewäldern der Schuh drückt. Die Entschlammung beziehungsweise Entkrautung in den Fließen müsse dringend ausgeweitet werden, hieß es. Aber nicht nur das, auch die Ursachen müssen angegangen werden. Rainer Schloddarick vom Wasser- und Bodenverband „Oberland Calau“ verwies auf die vom Ministerium eingestellten Haushaltsmittel.

Ein weiteres drängendes Problem sprach Martin Habermann an, ehemaliger CDU-Fraktionschef in Lübbenau: „Wie gehen wir mit der zunehmenden Zahl der Stehpaddler um?“ Sie, so waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, stellen für den Wassertourismus ein Sicherheitsrisiko dar. Kahnfährmann Arwed Franke fragte nach einer Kontrolle der steigenden Zahl von Paddelboot-Anbietern und hätte gern eine Begrenzung der gewerblichen Neuanbieter.

Ein weiteres Thema war der Hochwasserschutz im Bereich Lübbenau. Eine Situation, wie sie sich im Jahr 2013 darstellte, soll es nicht mehr geben. Landrat Siegurd Heinze verwies auf eine bessere Abstimmung mit den Landkreisen LDS und Spree-Neiße untereinander. Somit kann, wenn erforderlich, eine differenziertere Sperrung der Fließe im Bereich Lübbenau vorgenommen werden.

Zu dem Thema der touristischen Infrastruktur stieg Stadtplaner Peter Brandt in die Diskussion ein und nannte den Spielplatz in der Altstadt, der 2019 fertiggestellt sein wird, als ein wichtiges Infrastruktur-Projekt. Darüber hinaus arbeitet die Stadt an weiteren Projekten, wie die Weiterführung der Brückensanierung auf dem Leiper Weg oder die Initiative „Rad statt Auto“ mit Ladestationen für E-Bikes.

Nach etwa zwei Stunden beendete Roswitha Schier die Veranstaltung mit dem Hinweis auf weitere CDU-Stammtische zu interessanten Themen und Gästen in diesem Jahr.