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| 01:32 Uhr

Calauer Stadthalle ein T(r)ollhaus

Einen Ferienauftakt nach Maß haben Calauer Kinder und Knirpse aus der Region erlebt, die sich am Wochenende einen Besuch der 1. Calauer T(r)olltage gönnten. Dutzende Attraktionen sorgten für Spaß und ein ortsansässiger Gastronomiebetrieb für kulinarische Momente. Foto: U. Hegewald/uhd1
Einen Ferienauftakt nach Maß haben Calauer Kinder und Knirpse aus der Region erlebt, die sich am Wochenende einen Besuch der 1. Calauer T(r)olltage gönnten. Dutzende Attraktionen sorgten für Spaß und ein ortsansässiger Gastronomiebetrieb für kulinarische Momente. Foto: U. Hegewald/uhd1 FOTO: U. Hegewald/uhd1
Calau. Nach Herzenslust toben, sich an einer meterhohen Kletterwand versuchen, Ausdauer auf dem Trampolin oder der Hüpfburg testen – das alles und vieles mehr haben kleine Besucher der ersten Calauer T(r)olltage am Wochenende erlebt. Selbst die erwachsenen Begleiter staunten über die Veranstaltungsvielfalt und so manches Mal auch über die Mobilität ihrer Sprösslinge. Von Uwe Hegewald

“Der Spielplatz mit den vielen Bällen gefällt mir am besten„, sprudelt es aus dem sechsjährigen Tom Raddatz hervor. Der Calauer Pfiffikus hat festgestellt, dass er von der erhöhten Plattform einer Rutsche seine Bälle noch zielgenauer in das Auffangnetz befördern kann. Seine Kindergartenkumpel Chris und Mark bekommen von der Sache Wind und ahmen ihn wenig später nach. Ist das Netz voll, genügt ein kräftiges Ziehen am Seil und schon regnet es bunte Bälle.

Bergsteigerqualitäten

Nur einen Ballwurf entfernt versuchen Mädchen und Jungen eine etwa vier Meter hohe Kletterwand zu erklimmen. “Schau mal„ und “Wow„ kommentieren Antje und René Neumann die Bergsteigerqualitäten ihres Sohnes Ricardo (3). “Wir können die Calauer zu dieser hervorragenden Idee mit den T(r)olltagen nur beglückwünschen. Wenn in den Wintermonaten der Schnee fehlt, gibt es ja nur wenige Gelegenheiten zu aktiver Bewegung in Calau und anderswo„, sagt René Neumann. Für den Lübbenauer ist es eine “prima Sache„, wenn sich Kinder wie hier unter einem geschützten Dach und in einer temperierten Halle mal nach Herzenslust austoben können. Seine Ehefrau Antje würdigt indes den “familiären Charme dieser Veranstaltung„. “Hier ist es übersichtlich, da gehen Kinder nicht so schnell verloren„, sagt sie und schwärmt von einer wohltuenden Atmosphäre in dieser Halle.

Kinder immer im Blick

Bei Tobetagen in Großstädten und Riesenhallen verliere man Kinder schnell mal aus den Augen. Insbesondere wenn diese ein freies Spielgerät entdecken und einfach losstürmen. “Hier müssen die Kleinen an einzelnen Stationen auch nicht lange anstehen wie man es von vergleichbaren Veranstaltungen her kennt„, lobt Frank Noack zuerst das Calauer Stadthallen-Spektakel und dann die Fahrkünste seines Juniors.

Wunsch: Elektroauto

“So ein Elektroauto wünsche ich mir auch. Dann kann ich zu Hause auf unserem Hof jeden Tag ganz viele Runden drehen„, erträumt sich der fünfjährige Miro und sorgt bei seinem Vater für hochgezogene Augenbrauen.

Das Altdöberner Vater-Sohn-Gespann war bereits am Samstagvormittag auf Stippvisite bei den T(r)olltagen und holte sich später am Nachmittag einen willkommenen Nachschlag. “Vom Veranstalter ist es eine feine Geste, dass die erworbenen Eintrittskarten nicht nur stundenweise, sondern den ganzen Tag über gelten„, würdigt das Familienoberhaupt.

“Die Knirpse können hier acht Stunden am Stück spielen oder so oft unterbrechen und wiederkommen wie sie nur wollen„, betont Veranstalter Frank Bareinz. Wie er sagt, sind er als Calauer Unternehmer und seine Frau Maren zwar die Ideengeber der T(r)olltage, das gesamte Vorhaben jedoch konnte erst durch die externe Unterstützung realisiert werden.

Offene Ohren gefunden

“Beim hiesigen Feuerwehrverein, einem Sponsorenkreis, bestehend aus der Stadt Calau, sieben Firmen und mehreren Privatpersonen, haben wir nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch aktive Mithelfer gefunden„, unterstreicht Tischlermeister Bareinz.

Bei entsprechender Besucherresonanz - am Samstag, dem ersten Tag, zählten die Veranstalter bereits 172 zahlende Gäste - und beim Erreichen einer schwarzen Null gilt laut Bareinz eine Fortsetzung der Calauer T(r)olltage auch im kommenden Jahr als wahrscheinlich. uhd1

Zum Thema:

Solche und ähnliche T(r)oll- oder auch Tobetage für Kinder vor allem im Grundschulalter haben sich seit einigen Jahren auch in anderen Städten der Region wie in Cottbus, Senftenberg, Spremberg und Hoyerswerda bewährt. Zwischen 150 und 450 Besucher sind bei diesen Veranstaltungen schon gezählt worden. Gut möglich ist, dass auch im nächsten Jahr in Calau die zweite Auflage der T(r)olltage stattfindet.