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| 01:40 Uhr

Calauer lehnen Planung zur Windkraftnutzung ab

Calau. Den Teilregionalplan „Windkraftnutzung” der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald haben die Calauer Stadtverordneten bei einer Stimmenenthaltung abgelehnt. Geplant ist unter anderem ein Gebiet „Wind 26 Calau-Schadewitz“. Die rund 316 Hektar große Fläche liegt in der Nähe von fünf Orten. Von Ingrid Hoberg

„In der Einwohnerversammlung in Kemmen hat sich die Mehrheit der Bürger gegen die Erweiterung der Fläche für Windkraftanlagen ausgesprochen“, sagte Peter Schollbach (Ländliche Wählergemeinschaf/LW). Er verwies darauf, dass Erfahrungswerte und Untersuchungen gezeigt hätten, dass unter Windkraftanlagen kein Tau mehr auf den Pflanzen zu finden sei. „Aufgrund der zu erwartenden klimatischen Veränderungen und der schon vorherrschenden Trockenheit in der Region sind wir auf den Tau angewiesen“, erklärte der Landwirt. In den Kiefernwäldern werde die Brandgefahr noch erhöht. „Mit dem Brandschutz wird die Stadt dann allein gelassen“, sagte Schollbach. Auch bei der Zusammenkunft in Klein Mehßow haben sich Einwohner gegen die Erweiterung des Gebiets ausgesprochen. „Wir haben festgestellt, dass der Abstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung nicht eingehalten wird“, sagte Roswitha Reiche (LW). Im direkten Umfeld des Eignungsgebietes befinden sich die Orte Mallenchen, Klein Mehßow, Craupe, Schadewitz und Erpitz. „Wenn das Schutzgut Wald wie in der Planung vorgesehen aufgegeben wird, dann sind Tür und Tor geöffnet“, stellte Bürgermeister Norwin Märkisch (CDU) fest.