Mit ihrem Antrag zur Schaffung eines Kreisverkehrs an der Vetschauer Kreuzung Pieckstraße/Gagarinstraße hat die SPD-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung bereits im Wirtschaftsausschuss Zustimmung geerntet. Nun soll sich der Hauptausschuss mit dem Thema befassen, bevor dieser Antrag den Stadtverordneten vorgelegt wird. Die Kreuzung habe es in sich, sagt Fraktionschef Uwe Jeschke. "Insbesondere vor Schulbeginn fahren viele Eltern ihre Kinder in die Schule oder Kita. Vor allem bei der Rückfahrt entstehen an der Kreuzung gefährliche Situationen", sagt er. Durch die verkehrsrechtliche Gestaltung der Pestalozzistraße zwischen Pieck- und Gagarinstraße mit einem Verkehrsverbot für alle Kraftfahrzeuge verschärfe sich die Lage.

Die Fraktion geht in ihrem Antrag davon aus, dass diese Durchfahrt in den nächsten vier Jahren saniert wird und hält es deshalb für effektiv, gleich einen Kreisverkehr anzulegen.

Eine Nachfrage beim Landesbetrieb Straßenwesen in Cottbus jedoch lässt die Hoffnung auf einen Ausbau der Pieckstraße/Gagarinstraße in weite Ferne rücken. Denn zu den 19 Vorhaben in der Lausitz innerhalb des Landesprogramms gehört demnach nicht diese Durchgangsstraße, sondern die Calauer Kreuzung an der L 49 und der L 54. Es sei zwar bekannt, dass auch die erwähnte Durchgangsstraße in einem schlechten Zustand sei, heißt es, doch sie müsse hintenan stehen. Seit mindestens 13 Jahren wartet die Calauer Kreuzung auf ihren Ausbau als Kreisverkehr. Im Jahr 2002 hatte die Stadt Vetschau ihren Eigenanteil dafür in Höhe von 160 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Schon zwei Jahre später wurden alle Hoffnungen auf eine baldige Lösung wieder begraben. 2008 kam erneut Hoffnung auf, denn aus dem Landesbetrieb hieß es: "Bis zum Jahr 2011 sollte es möglich sein, das Projekt Kreisverkehr an der Calauer Kreuzung in Vetschau zu planen." Heute nun scheint das ganze Vorhaben einen kleinen Schritt weiter zu sein. Der Ausbau sei in der Planung und Abstimmung - mit der Stadt, dem Landesumweltamt und so weiter. Schwer abzuschätzen aber sei, wann dort gebaut werde.

Zum Thema:
Der Hauptausschuss wird sich am Donnerstag, 19. November, mit dem SPD-Antrag befassen. Beratungsbeginn im Sitzungszimmer der Vetschauer Stadtverwaltung ist um 18 Uhr. Zur Diskussion steht auch die Haushaltssatzung für 2016, die Beschlussvorlage zur Sanierung des Sommerbades und die Neufassung der Verwaltungsgebührensatzung. Weitere Anträge gibt es zur Erschließung des Gräbendorfer Sees und zur öffentlichen Nutzung des "Sonnenkäfer"-Spielplatzes.