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Calauer diskutieren über Fahrbahn-Sanierung

Der Weg über die Straße der Jugend ist beschwerlich für Fußgänger. Mitte Juli dieses Jahres soll saniert werden.
Der Weg über die Straße der Jugend ist beschwerlich für Fußgänger. Mitte Juli dieses Jahres soll saniert werden. FOTO: Jan Augustin
Calau. Die Sanierungspläne für die Straße der Jugend in Calau haben eine Diskussion zwischen Verwaltung und Politik ausgelöst. Im Kern geht es um die Art der Nutzung der Straße nach der Erneuerung der Betonschicht. Jan Augustin

Der Bau- und Finanzausschussvorsitzende Norwin Märkisch (CDU) regt an, den in die Jahre gekommenen Weg für den Auto- und Lkw-Durchgangsverkehr zu sperren und nur für Fußgänger und Radfahrer zuzulassen. "Den Mut muss man haben", fordert Märkisch auch angesichts des demografischen Wandels. Er befürchte, dass die sanierte Straße, die durch ein Wohngebiet führt, dann noch öfter als Abkürzungsstrecke benutzt werden könnte und so zu einem Sicherheitsrisiko wird. "Einen Sicherheitsgewinn können wir nicht erkennen. Wir brauchen die Straße für die Bürger, die hier wohnen", entgegnete Hauptamtsleiter Frank Böttner in der jüngsten Sitzung des Bau- und Finanzausschusses. Auch Michael Petras (Linke) sprach sich gegen den Vorschlag aus. Er verwies auf die Bedeutung der Zuwegung, zum Beispiel für die Besucher und Mitarbeiter der Bibliothek und des Bauamtes oder der Seniorenbegegnungsstätte im Haus der Begegnung. Vorstellbar sei es, den Bereich als verkehrsberuhigte Zone auszuweisen, sagte Calaus Bürgermeister Werner Suchner (parteilos).

Auf einer Trassenlänge von 350 Meter Länge und drei Meter Breite soll die Straße ab 13. Juli dieses Jahres eine neue betominöse Deckschicht mit einem Bewährungsgitter darunter bekommen, teilt der für den Tiefbau verantwortliche Mitarbeiter Günter Lehmann mit. Dafür werden vier Zentimeter von der alten Schicht abgefräst.

Die Fahrbahn in der Straße der Jugend ist in einem schlechten Zustand mit Löchern, Rissen und Seitenabbrüchen. Günter Lehmann rechnet mit einer Bauzeit von etwa zwei Wochen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 50 000 Euro. Anwohner werden nicht zur Kasse gebeten, da es sich um eine Unterhaltungsmaßnahme handelt.