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| 17:39 Uhr

Stadtmarketing
Calau wird bundesweit berühmt

 Gemeinsam und bundesweit werben Spediteur, Unternehmerstammtisch, WBC und die Stadt nun um Rückkehrer: Michael Galle, David Hänschen, Marion Goyn, Werner Suchner und Gerd Kasprick vor dem neu beschrifteten Lkw vom Transportunternehmen Galle und dem Calauer Rathaus (v. l. n. r.).
Gemeinsam und bundesweit werben Spediteur, Unternehmerstammtisch, WBC und die Stadt nun um Rückkehrer: Michael Galle, David Hänschen, Marion Goyn, Werner Suchner und Gerd Kasprick vor dem neu beschrifteten Lkw vom Transportunternehmen Galle und dem Calauer Rathaus (v. l. n. r.). FOTO: Rüdiger Hofmann
Calau. Der neu beschriftete Lkw fährt ab sofort bundesweit durch die Lande und bewirbt – auch mit neuer Facebookseite – die Rückrufaktion von WBC, Unternehmerstammtisch und der Stadt. Von Rüdiger Hofmann

Eine Frau, die in ein Megafon „Willkommen Familie!“ ruft. Dazu das Ortseingangsschild von Calau und der fette Schriftzug „Rückrufaktion“ über den lachenden Gesichtern mehrerer Familien-Generationen: So präsentiert sich die neu beschriftete Lkw-Rückseite des Transportunternehmens Galle aus Calau. „Mit dem Lkw fahren wir bundesweit unsere Produkte aus und bewerben unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg oder Sachsen die Rückrufaktion“, sagt Unternehmenschef und Fahrer Michael Galle. Insgesamt besitzt seine Speditionsfirma vier Lkw.

Entstanden ist die Idee im Unternehmerstammtisch und in Abstimmung mit der Stadt und der Wohn- und Baugesellschaft Calau mbH (WBC). „Wir haben überlegt, wie wir möglichst viele Leute in einem großen Gebiet mit unserer Aussage erreichen können. Und nun bringen wir unsere Rückrufaktion sprichwörtlich auf die Straße“, sagt WBC-Geschäftsführerin Marion Goyn.

Gemeinsam mit Gerd Kasprick und David Hänschen vom Unternehmerstammtisch wurde das Projekt in die Tat umgesetzt und das Plakat von Topline-Werbung auf den Lkw-Hänger gedruckt. Etwa 1000 Euro kostet die Aktion und wird durch die Kommune finanziert. Galle selbst stellt die Werbefläche auf dem Truck kostenfrei zur Verfügung.

„Ich finde die Rückseite des Lkw besonders sinnvoll, denn wer künftig hinter dem Lkw fährt oder im Stau steht, bekommt das farbenfrohe Motiv mit der Calauer Rückruf-Botschaft einprägsam zu sehen“, sagt Bürgermeister Werner Suchner (parteilos). Für ihn sei es wichtig, auch in die Bundesländer zu fahren, wo die Leute hingezogen sind, um sie dort an ihre Heimat zu erinnern und für den Wohn-, Arbeits- und Lebensort Calau zu werben. Positiver Nebeneffekt: Auch die Einheimischen würden durch den Lkw wahrnehmen, dass in Calau etwas getan werde im Bereich Stadtmarketing und für Rückkehrer.

In Zukunft soll die Rückkehraktion, die bereits über das Amtsblatt bekanntgemacht und mit Postkarten und Flyern gelebt wird, auch das soziale Netz erobern. David Hänschen vom Unternehmerstammtisch: „Wir haben auf dem Lkw auch eine neue Facebook-Seite ,Back to Calau’ notiert, auf der wir künftig alle Rückkehrwilligen, aber auch deren Familien und weitere Calauer informieren wollen.“ Vor allem das Zielpublikum zwischen 25 und 45 Jahren dürfte sich durch die neue Facebookseite angesprochen fühlen, vermutet Hänschen.

Im Netzwerk aus Unternehmerstammtisch, Stadtverwaltung und der WBC wird auch künftig beim Thema Rückkehrer eng zusammengearbeitet. Die WBC hat jüngst erst ihren nunmehr vierten Rückkehrtag über die Bühne gebracht. „Bis zu 15 intensive Gespräche mit Bürgern zum Thema Geschäftsübernahmen und Neugründungen konnten geführt werden“, sagte Bürgermeister Suchner im Wirtschaftsausschuss am Dienstagabend.

Auch in diesem Jahr finden wieder zwei Rückkehrtage mit den Partnern Bundesagentur für Arbeit und Zukunft Lausitz statt. Die Termine sind der 18. August zum Stadtfest sowie der 27. Dezember. Marion Goyn hat auch schon eine neue Postkartenaktion ins Auge gefasst. „Damit wollen wir Touristiker direkter ansprechen“, sagt die Geschäftsführerin. Ebenfalls am Ball bleiben die Akteure beim monatlichen IHK-Sprechtag und beim regionalen Heimatmarkt, der am 15. Juni in Calau stattfindet. Handwerk zum Anfassen lautet dann das Motto.