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| 14:55 Uhr

Kommunale Baumaßnahme
Calau: Straße der Jugend wird saniert

Zahlreiche Risse und eine Betonstraße in desolatem Zustand: Der Bauausschuss Calau hat sich mehrheitlich für die Sanierung der Straße der Jugend ausgesprochen. Die Bordsteinbauten sind 50 Jahre alt und Fahrgeräusche durch den holprigen Asphalt sehr laut. Ein grundhafter Ausbau wäre aber zu teuer.
Zahlreiche Risse und eine Betonstraße in desolatem Zustand: Der Bauausschuss Calau hat sich mehrheitlich für die Sanierung der Straße der Jugend ausgesprochen. Die Bordsteinbauten sind 50 Jahre alt und Fahrgeräusche durch den holprigen Asphalt sehr laut. Ein grundhafter Ausbau wäre aber zu teuer. FOTO: Rüdiger Hofmann
Calau. Bau- und Finanzausschuss spricht sich für Minimalvariante in Höhe von 100 000 Euro aus. Von Rüdiger Hofmann

Sanieren oder grundhaft ausbauen? Diese Frage haben sich die Abgeordneten im Bau- und Finanzausschuss der Stadt Calau gestellt, als es um die Straße der Jugend ging. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Straße soll saniert werden – dafür plädierte die Mehrheit der Anwesenden. Die notwendigen Mittel in Höhe von rund 100 000 Euro sind bereits im Haushalt eingestellt. Dass die Sanierung erforderlich wird, verdeutlicht der Anblick der desolaten Betonstraße: Etliche Risse zeigen den Verschleiß, einige Bordsteinkanten sind fast 50 Jahre alt, der Fahrkomfort leidet, und laute Fahrgeräusche belasten die Anwohner.

Zuvor hatte das Planungsbüro BM Ingenieure Berner + Möller GbR aus Senftenberg zwei Varianten vorgestellt, wie künftig mit der Straße verfahren werden kann.

Variante 1 – die Minimalvariante: Sanierung inklusive Fahrbahnüberbauung, Straßenabläufen, neuen Leitungen und neuer Oberfläche (vier Zentimeter Asphalt). Gesamtkosten: 94 000 Euro.

Variante 2 – laut Planungsbüro die bauliche Vorzugslösung: grundhafter Ausbau inklusive neuem Gehweg, neuem Kanalsystem, neuen Borden und neuer Oberfläche (zehn Zentimeter Asphalt). Gesamtkosten: rund 300 000 Euro.

„Wir haben eine Baugrunderkundung und mehrere Bohrungen sowie eine Kanalnetzbefahrung des südlichen Abschnitts der Straße durchgeführt“, sagt Thomas Berner vom Planungsbüro. Daraus wurden Belastungsklassen als Sanierungsanforderungen an die Straße ausgewiesen und eine Empfehlung gegeben, die im Bauausschuss zu Diskussionen führte. „Die rund 100 000 Euro für eine Sanierung wären im Haushalt verfügbar, aber nicht die 300 000 Euro für einen grundhaften Ausbau“, plädiert Bürgermeister Werner Suchner (parteilos) für die Minimalvariante. „Wir sollten wenigstens die Sanierung jetzt durchführen, damit die Kinder im Frühjahr 2019 vernünftig in die neue Kita kommen – zumal das Geld jetzt da ist.“ André Bareinz (SPD) sieht das kritisch. „Eine Sanierung wäre halbgewalkt. Privat würde so keiner bauen – schon gar nicht auf desolatem Bauzustand“, so Bareinz.

Bauamtsleiterin Margitta Görs weist auf den Verkehr hin, der ab November beim dann umgebauten Verwaltungsgebäude für Kita, Hort und Bibliothek (Straße der Jugend 24) durch das Bringen und Holen der Kinder entsteht. „Das ist nicht zu unterschätzen“, so Görs. Ausschussvorsitzender Norwin Märkisch (CDU) weist auf die Lage der Straße hin. „Es gibt andere Straßen im Stadtgebiet wie am Markt, die vom Verkehrsaufkommen höher frequentiert sind. Wir reden hier von einer Straße im Wohngebiet, da würde eine Sanierung ausreichen.“

Wann gebaut werden kann, ist noch etwas unklar. „Wenn die Witterung mitspielt, die Baufirmen noch Kapazitäten haben und gute Preise machen, kann die Maßnahme noch 2018 erfolgen“, sagt Bauamtsleiterin Görs.

Mehr zum Thema: Ein Interview mit der Leiterin der Stadtbibliothek, Steffi Clemens, zur Versorgung der Leseratten während der Baumaßnahmen lesen Sie auf Seite 13.

Die Umgestaltung des Verwaltungsgebäudes mit Bibliothek in der Straße der Jugend 24 in Kita und Hort schreitet voran, bald ist Eröffnung.
Die Umgestaltung des Verwaltungsgebäudes mit Bibliothek in der Straße der Jugend 24 in Kita und Hort schreitet voran, bald ist Eröffnung. FOTO: Rüdiger Hofmann