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| 18:06 Uhr

Strukturwandel
Calau setzt eigene Prioritäten beim REK

FOTO: Rüdiger Hofmann
Calau. Zehn Projekte werden laut Bauausschuss beim Regionalen Entwicklungskonzept wichtig. Von Rüdiger Hofmann

Das Regionale Entwicklungskonzept (REK), das die Städte Luckau, Lübbenau, Calau und Vetschau gemeinsam entwickelt haben und das in der Theorie im April dieses Jahres in der Stadthalle Calau vorgestellt wurde, soll nun schrittweise Realität werden. Dabei geht es um Großprojekte und gigantische Kosten. Knapp 80 Millionen Euro werden wohl alle Vorhaben um die vier Städte in Summe kosten. Geht es nach Aussage der Planer, sind viele Projekte förderfähig. Dass neben dieser Summe auch viel Zeit für die Umsetzung ins Land fließen wird, ist den Akteuren der Städte klar.

Jede Kommune versucht nun, die Großprojekte auf das lokale Geschehen vor Ort herunterzubrechen und greifbar zu machen. Die Calauer Stadtverordneten haben daher im jüngsten Bauausschuss eine erste Prioritätenliste vorgelegt. Da das schwerwiegendste Vorhaben innerhalb des REK vor allem der Ausbau eines Kernradwegenetzes mit einer Gesamtlänge von 234 Kilometern durch die gesamte Region ist – was allein fast 20 Millionen Euro kosten würde – konzentriert sich Calau nun verstärkt auf den Ausbau von Radwegen. Die RUNDSCHAU stellt die dringlichsten zehn Projekte kurz vor.

Projekt 1: Radweg von Calau nach Mlode: Hierfür wurde bereits eine Förderung beantragt, daher setzen die Abgeordneten das Vorhaben auch als Priorität 1 auf die Liste.

Projekt 2: Touristisches Informations- und Leitsystem. Geht nur mit allen vier Städten im Einklang. Ein umfangreiches Abstimmungsprozedere ist nötig, zumal landkreisübergreifend (LDS und OSL) operiert wird.

Projekt 3: Planungswettbewerb „Schöngartsche Ecke“ – Grunderwerb der Schlossstraße 38. Das Projekt bezieht sich auf eine Verbesserung der Stadteingangssituation von Calau. Es ist zugleich ein zentrales Vorhaben innerhalb des „Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes/Stadtumbaukonzeptes“.

Projekt 4: Radweg Park Zinnitz bis zum Umspannwerk Zinnitz. Hier könnte an den bereits ausgebauten Radweg in Richtung „Marina Schlabendorf“ (Luckauer Bereich) angedockt werden.

Projekt 5: Begrünung des Stadteingangs in der Mloder Straße. Hier soll der Stadteingang vom Radweg aus Richtung Mlode nach Calau entsprechend aufgewertet werden.

Projekt 6: Radweg an der L52 über Mallenchen Richtung Tugam. Weiterführung der Radwegeverbindung aus dem Spreewald in Richtung Fürstlich-Drehna.

Projekt 7: Aussichtspunkt „Seeblick“. Bezieht sich auf eine zu schaffende Sichtachse vom Park Zinnitz zum Schlabendorfer See.

Projekt 8: Zufahrtsstraße zur „Ostbucht Schlabendorfer See“ von der L52 ausgehend. Geht nur mit der Stadt Luckau zusammen. Die Hälfte der Straße würde die Gemarkung Zinnitz betreffen, die andere Hälfte der Straße betrifft die Gemarkung Schlabendorf.

Projekt 9: Radweg Groß Mehßow nach Crinitz. Geht nur mit der Stadt Luckau und der Gemeinde Crinitz im Einklang.

Projekt 10: Offener Pavillon – Herstellung einer Wildblumenwiese am Park Zinnitz. Gedacht ist ein Parkplatz für Radfahrer mit Informationstafeln, die zum Park oder Schloss oder Ortsteil Zinnitz weisen.

Uneinigkeit herrschte im Bauausschuss noch darüber, an welcher Stelle nun welches Projekt von der Wichtigkeit her anzusiedeln sei. „Wir sollten in jedem Fall noch eine Priorisierung vornehmen“, sagt Gerd Kasprick (CDU-Fraktion). Die Weiterleitung der zehn Vorhaben inklusive der Prioritätenliste an den Hauptausschuss wurde schließlich mehrheitlich beschlossen. Der tagt bereits am Dienstag um 18.30 Uhr.