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| 02:32 Uhr

Calau plant 9,3 Millionen-Investition

Die Kinder der Schlesier-Oberschule und der Anwandter-Grundschule in Calau werden künftig in einem Schulzentrum unterrichtet.
Die Kinder der Schlesier-Oberschule und der Anwandter-Grundschule in Calau werden künftig in einem Schulzentrum unterrichtet. FOTO: H. Kuschy
Calau. Bis 2019 investiert die Stadt Calau 9,3 Millionen Euro – wenn die Stadtverordneten dem Haushaltsentwurf zustimmen. Die erste Diskussionrunde am Dienstag verlief recht hitzig. Die Stadtverwaltung musste sich vielen Fragen stellen. Daniel Preikschat

Von Fragen der Stadtverordneten nur so eingedeckt worden sind Dienstag Vertreter der Calauer Stadtverwaltung. In der Sitzung von Sozial- und Wirtschaftsausschuss ging es um den Haushalt für die Jahre 2016 bis 2019. Dabei waren etliche Ausgabenposten für die Sitzungsteilnehmer nicht sofort verständlich.

Besonders die einzelnen Investitionen für das Schulzentrum, das durch Fusion von Grund- und Oberschule entstehen soll, wurden kritisch beäugt. 40 000 Euro für Raumteilungen in der Grundschule, 10 000 Euro für die Renovierung des Sockelgeschosses, Ausgaben für eine Schallschutzdecke. Ob das alles wirklich nötig sei, ob die Stadtverordneten nicht besser hätten informiert werden müssen, hieß es. Bürgermeister Werner Suchner (parteilos) wehrte sich mit dem Hinweis, dass doch überhaupt erstmal eine Planungsgrundlage geschaffen werden müsse. Noch könne man über alles reden.

Diesen Redebedarf scheinen vor allem Roswitha Reiche (LW) und Marina Kossack (SPD) zu sehen, die am eifrigsten nachfragten. Zwar bohrten auch Mario Dannenberg (Linke), Kurt Jende (CDU) und Peter Schollbach (LW). Doch schienen die Erklärungen der Verwaltung sie soweit zu befriedigen. Sicher auch deshalb, weil Kämmerin Barbara Hollmichel zuvor den Entwurf für einen ausgeglichenen Haushalt mit einer vergleichsweise geringen Pro-Kopf-Verschuldung von 302 Euro vorstellen konnte.

Was die Investitionen betrifft, hatte die Verwaltung bereits Abstriche gemacht. Anders als ursprünglich geplant sollen 21 Projekte hintenangestellt werden. Unter anderem sind nun doch keine Ausgaben für Jugendclub und Ferienzentrum vorgesehen. Rund 2,7 Millionen Euro ließen sich so einsparen. Zu Buche standen aber immer noch 9,3 Millionen Euro an geplanten Investitionen bis 2019. 1,4 Millionen Euro Eigenmittel fehlten. Daraufhin, so Barbara Hollmichel, ging man im Rathaus Ende des Jahres alle Haushaltspositionen noch einmal durch. Ergebnis: Vor allem aufgrund unerwartet hoher Steuereinnahmen und weniger Personalkosten ließen sich weitere 700 000 Euro erübrigen. Für die fehlenden 700 000 Euro bekäme die Stadt einen Kredit genehmigt, so die Kämmerin.

Den Stadtverordneten bietet sich in zwei Ausschusssitzungen nächste und übernächste Woche noch Gelegenheit, den Haushaltsentwurf zu verändern.

Kommentar: Hartes Ringen um jeden Euro

Zum Thema:
2016 fallen in Calau überwiegend Planungskosten an. 2017 steigen die Ausgaben. So werden die Straße am Spring, die Gottschalk- und die Poststraße sowie allgemein Radwege erneuert. Neu gebaut werden sollen der Radweg nach Lübbenau, die Sport-, Feuerwehr- und Freizeitanlage in der Ziegelstraße, der Gehweg in der Lübbenauer Straße. Die Sportanlage am Spring soll erweitert werden.