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| 02:32 Uhr

Calau muss Fördermittel für Schulumbau zurückzahlen

Calau. Das passiert auch nicht überall: Der Umbau der Calauer Oberschule im Sockelgeschoss, in dem der Hort vor vier Jahren neue Räume bezogen hat, war nicht so teuer wie geplant. Im Haushalt für das Jahr 2009 waren dafür 360 000 Euro eingestellt. H. Kuschy

Ausgehend von dieser Prognose konnte Calau mit einer Förderung durch Bund und Land von insgesamt 210 000 Euro rechnen. Diese Zuwendungen aus den Jahren 2008 und 2009 sind in den Haushalt der Stadt geflossen und verbraucht worden. Nun kommt die Rechnung: Der Bau kostet nur 330 000 Euro und wurde im Jahr 2010 abgeschlossen. 180 Kinder, die den städtischen Hort seinerzeit besuchten, haben sich gefreut, waren sie doch fortan unter einem Dach in der Oberschule untergebracht - dort, wo sie später zur Schule gehen. Entstanden sind moderne Sanitärräume, ein Kreativraum, Hausaufgaben- und ein Bewegungsraum.

Geprüft wurde die gesamte Rechnung im ersten Quartal dieses Jahres. Das Ergebnis: 243 000 Euro werden als förderfähige Baukosten anerkannt. So beträgt die tatsächliche Fördersumme 131 000 Euro. Das heißt, für den Hortumbau hat es 79 000 Euro zu viel Fördermittel gegeben. Für den Abriss der Schule II und der dortigen Turnhalle konnten noch 31 400 Euro verrechnet werden. Das ergibt zum Schluss einen Restbetrag von 47 600 Euro, die an das Landesamt nun zurückgezahlt werden müssen. Woher das Geld genommen werden soll, darüber haben sich die Mitglieder des Hauptausschusses am Dienstag geeinigt. Der Erlös aus dem Verkauf des Grundstücks der ehemaligen Schule an der Jahnstraße soll dafür verwendet werden. Laut Stadtverwaltung werden keine Zinsen fällig, wird der Betrag umgehend zurückgezahlt. Zu beschließen ist das durch die Stadtverordnetenversammlung. Sie kommt am Mittwoch, 26. Juni, zusammen.