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Calau investiert in seine Kinder

Abholzeit in der Kita "Kunterbunt". Sind die neuen Außenanlagen fertig, wird es für die Eltern schwerer, ihre Sprösslinge nach Hause zu bekommen.
Abholzeit in der Kita "Kunterbunt". Sind die neuen Außenanlagen fertig, wird es für die Eltern schwerer, ihre Sprösslinge nach Hause zu bekommen. FOTO: hk
Calau. In diesem Monat könnte der Startschuss fallen für ein insgesamt 1,3 Millionen Euro teures Vorhaben, an das vor einigen Jahren noch kaum zu denken war: Calau will, sofern die Stadtverordneten am kommenden Mittwoch den entsprechenden Nachtragshaushalt beschließen, das heutige Bauamt zu einer neuen Kindereinrichtung umbauen. Es gibt so viel Nachwuchs in der Stadt, dass die noch nicht einmal ein Jahr alte Außenstelle der Kita "Kunterbunt" mit 20 Plätzen schon wieder zu klein ist. Hannelore Kuschy

Im Stammhaus Am Spring werden 230 Mädchen und Jungen betreut. Außerdem gibt es gut ausgelastete Kitas in den Ortsteilen Saßleben, Werchow und Zinnitz.

Die künftige Einrichtung soll vorbehaltlich der Entscheidung in der kommenden Woche 36 Kindern Platz bieten und später eine eigenständige Kita werden, die sie bis nach der Wende schon einmal war. Gebaut werden könnte in zwei Abschnitten mit Beginn im kommenden Jahr. Kämmerin Barbara Hollmichel ist zuversichtlich, was die Finanzierung angeht. Durch Nachzahlungen seien 1,9 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen veranschlagt. "Ausgegangen waren wir ursprünglich von einem Aufkommen in Höhe von 1,2 Millionen", sagt sie. Die Differenz erlaube es der Stadt, den Bau der Kita in Angriff zu nehmen. Gerechnet wird zudem mit 670 000 Euro an Fördermitteln.

Vorstellungen über die Gestaltung der riesigen Außenanlage der Stamm-Kita "Kunterbunt" machen bereits die Runde. Rund 750 000 Euro sind dafür eingeplant. Und das Planungsbüro Biko aus Senftenberg hat Ideen, was man damit machen kann. Nach vielen Gesprächen gemeinsam mit dem Kita-Team erfuhren unlängst auch die Mitglieder des Bau- und Finanzausschusses von den zwei Varianten.

Jede Variante soll dem Anspruch "Kita in Bewegung" gerecht werden. Die Bäume bleiben wo sie sind. Hans-Jürgen Hanisch (Die Linke) erinnert sich noch daran, dass vor 30 Jahren, als die Kita errichtet wurde, Geld für Bäume und Sträucher gesammelt wurde, denn weit und breit habe es auf den Tausenden Quadratmetern keinen Baum gegeben. Die Bungalows müssen nach Ansicht der Planer entsorgt und durch drei Gerätehäuser ersetzt werden, die Spielgeräte seien eine Sammlung aus Jahrzehnten und die Oberflächenentwässerung funktioniere nicht mehr. Die Terrasse stamme aus der Zeit vor 30 Jahren und soll neu um das Gebäude herum geführt werden. Der jetzige Parkplatz sei auf 15 Stellplätze zu erweitern. Auch ein Abholbereich, in dem sich Eltern beim Abholen ihrer Kinder treffen können, soll eingerichtet werden. Der Hauptweg als Nord-Süd-Verbindung soll als Erschließungsweg ausgebaut werden. Die flankierenden Bereiche unterscheiden sich in den Varianten durch elliptische und lineare Wegeführungen. Letztere Variante wird vor allem von der Kita bevorzugt.

Norwin Märkisch (CDU) mahnte, genau auf die neuen Spielgeräte für den Außenbereich zu schauen, denn Geräte aus Holz müssten irgendwann erneuert werden.