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Bürgermeisterkandidat Uwe Jeschke (SPD)

Uwe Jeschke betreibt die Vetschauer Neustadtklause. Der Sozialdemokrat kennt seine Stadt seit Kindertagen und möchte Bürgermeister werden.
Uwe Jeschke betreibt die Vetschauer Neustadtklause. Der Sozialdemokrat kennt seine Stadt seit Kindertagen und möchte Bürgermeister werden. FOTO: hk
Vetschau. Warum wären Sie für Vetschau der richtige Bürgermeister? Ich bin ein Freund klarer Worte: Wenn die Bürger den Weg, den der Bürgermeister beschreitet, nicht mehr mitgehen wollen und sich Veränderungen und zukünftige Entwicklungen wünschen, die ich in meinem Wahlprogramm vorschlage, bin ich ihr neuer Bürgermeister, der nicht nur verwalten, sondern auch gestalten will.

Worin sehen Sie die Ursachen dafür, dass sich in der Neustadt wenig bewegt, und wie könnte das verändert werden, damit die Vetschauer dort gern wohnen auch im Zusammenhang mit der Entwicklung des Schulzentrums?
In ihrem Wohnumfeld sollen sich die Vetschauer heimisch fühlen. Und wir möchten Neubürger nach Vetschau locken. Federführend müssen neben der Stadt die beiden Großvermieter sein. Sonst wird es keine Zuzüge geben und damit auch weniger Kinder, die das Schulzentrum besuchen. Zudem sollte man sich nicht auf Nachbarkommunen verlassen, die einen Teil der Schüler stellen. Besser wären eigene Kinder.

Jahrelang wird darüber gesprochen, endlich den Marktplatz zu beleben. Ideen dazu haben bislang nicht viel gebracht. Wie könnte es der Verwaltung mit Ihnen an der Spitze gelingen, hier voranzukommen?
Wenn man die Geschäfte nicht mit kommerziellen Angeboten füllen kann, dann mit anderen Hinguckern. Ein guter Ansatz ist die Lampenrestauratorin. Weitere Kunstprojekte zu präsentieren, wäre denkbar. Eine andere Idee wäre die Etablierung eines Bürgerbüros auf dem Marktplatz.

Welche Zukunft sehen Sie für den Griebenowpark, nachdem dort bereits mehrere Großvorhaben gescheitert sind?
2010 hat die Verwaltung den Griebenowpark gekauft, um klare Eigentumsverhältnisse zu schaffen. Der nächste Schritt sollte die Vermarktung sein. Kontrovers wird über Privatisierung diskutiert. Oder soll er öffentlich bleiben? Bürger schlagen vor, den Park nicht zu verkaufen und ihn als Erholungsoase zu belassen. Wieso nicht? Ein Spielplatz wäre denkbar.

Wo sehen Sie Vetschau als touristisches Reiseziel zwischen Spreewald und Lausitzer Seenland in acht Jahren?
Die Anbindung zum Seenland muss noch hergestellt werden. Ein gutes Radwegenetz haben wir, aber es geht besser. Den Spreewald haben wir vor der Tür. Raddusch verdient weiter Aufmerksamkeit. Wir haben aber auch Naundorf. Da gibt es noch Potenzial. Die Entwicklung des Gräbendorfer Sees mit der "Möveninsel Spreewald" ist eine gute Sache. Schön wäre es auch, würden sich die Investitionen bald finanziell auszahlen.

Wie stellen Sie sich im Falle Ihrer Wahl in den nächsten acht Jahren die Zusammenarbeit mit den Ortsteilen vor?
Die Ortsteile sollen mit der Stadt eine Gemeinschaft bilden und die Haushaltsmittel gerecht verteilt werden. Immerhin leben 44 Prozent der Einwohner in den Ortsteilen. Sie sollen spüren, dass sie gehört werden. Es könnte einen konkreten Ansprechpartner neben dem Bürgermeister für die Ortsteile geben, der mit den nötigen Kompetenzen ausgestattet wird.