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Bürgermeisterkandidat Stefan Schön (Bündnis 90/Die Grünen)

Der Vetschauer Tierarzt Stefan Schön kandidiert für Bündnis 90/Die Grünen für den Bundestag und ist ein Herausforderer des Bürgermeisters.
Der Vetschauer Tierarzt Stefan Schön kandidiert für Bündnis 90/Die Grünen für den Bundestag und ist ein Herausforderer des Bürgermeisters. FOTO: jag
Vetschau. Warum wären Sie für Vetschau der richtige Bürgermeister? Frischer Wind in der Stadtverwaltung ist notwendig und wird der Stadt gut tun. Meine Vorstellungen und Ideen sind umsetzbar, nachhaltig und wichtig für die Entwicklung der Stadt.

Lang aufgeschobene Vorhaben wie Entwicklung des Griebenowparkes, altstadtnahe Wohnbebauung und die Entwicklung der Innenstadtbrachen zu attraktiven Wohngebieten möchte ich mit Herzblut umsetzen.

Worin sehen Sie die Ursachen dafür, dass sich in der Neustadt wenig bewegt, und wie könnte das verändert werden, damit die Vetschauer dort gern wohnen - auch im Zusammenhang mit der Entwicklung des Schulzentrums?
Der Schnitt und die Anordnung der Wohnungen sind heute nicht mehr attraktiv. Ältere Menschen benötigen einen Aufzug. Das Wohnumfeld möchte ich deutlich aufwerten. Wie in Lübbenau sollen schön gestaltete Ruhezonen mit viel Bänken zur Erholung einladen.Verkleinerung und Umgestaltung des Wohngebietes sollten weiter verfolgt werden. Die Schule ist ein Trumpf für das Wohngebiet.

Jahrelang wird darüber gesprochen, endlich den Marktplatz zu beleben. Ideen dazu haben bislang nicht viel gebracht. Wie könnte es der Verwaltung mit Ihnen an der Spitze gelingen, hier voranzukommen?
Wegen der vielen Großmärkte, ein neuer wird gerade zusätzlich errichtet, sehe ich kurzfristig keine Lösung. Kleine Geschäfte und Lokale rentieren sich unter den heutigen Konkurrenzbedingungen einfach nicht. Ein Umdenken bei den Käufern hin zu regionalen Produkten möchte ich anregen und die Selbstvermarktung der Erzeuger unterstützen.

Welche Zukunft sehen Sie für den Griebenowpark, nachdem dort bereits mehrere Großvorhaben gescheitert sind?
Der Park soll städtisch bleiben und zu einem Bürgerpark entwickelt werden mit Wegen, Ruhe- und Spielplätzen, Rodelberg und Fledermauskeller. Anträge der Grünen dazu sind bereits eingereicht. Ein angrenzendes Wohngebiet auf dem Jahnsportplatz möchte ich mit entwickeln.

Wo sehen Sie Vetschau als touristisches Reiseziel zwischen Spreewald und Lausitzer Seenland in acht Jahren?
Vetschau muss als Sprungbrett für die vielen Attraktionen in der Umgebung dienen. Dazu gehören ein gutes Radwegenetz, perfekte Beschilderung, ein attraktiver Bahnhof und eine kompetente Beratung und Betreuung der Gäste! Am Gräbendorfer See müssen Parkplätze und Toiletten entstehen und mehr Ordnung muss durchgesetzt werden.

Wie stellen Sie sich im Falle Ihrer Wahl in den nächsten acht Jahren die Zusammenarbeit mit den Ortsteilen vor?
Das dörfliche Zusammenleben unterscheidet sich erheblich von damals. Viele arbeiten außerhalb und kleinbäuerliche Landwirtschaft gibt es kaum. Die Wünsche und Sorgen der Bewohner sollten das gleiche Gewicht haben wie die der Kernstadt. Die Ortsteile sollen sich freier entwickeln und mehr finanziellen Spielraum bei der Umsetzung eigener Ideen haben.