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Bürgermeisterkandidat Bengt Kanzler (parteilos)

Bengt Kanzler (parteilos) ist seit acht Jahren Vetschauer Bürgermeister. Der von der CDU Nominierte möchte es noch einmal wissen.
Bengt Kanzler (parteilos) ist seit acht Jahren Vetschauer Bürgermeister. Der von der CDU Nominierte möchte es noch einmal wissen. FOTO: peb
Vetschau. Warum wären Sie für Vetschau der richtige Bürgermeister? Ich arbeite seit 1995 (22 Jahre) ununterbrochen in Vetschau. Ich kenne die örtlichen Gegebenheiten. Als Jurist bin ich gewohnt, in komplexen Sachverhalten zu denken und dabei den Überblick zu bewahren. Seit 10 Jahren bin ich kommunalpolitisch aktiv und habe Ideen für Vetschau. Seit 2010 konnte ich im Amt viel Wissen und Erfahrungen sammeln.

Worin sehen Sie die Ursachen dafür, dass sich in der Neustadt wenig bewegt, und wie könnte das verändert werden, damit die Vetschauer dort gern wohnen - auch im Zusammenhang mit der Entwicklung des Schulzentrums?
Der Schwerpunkt wurde leider nur auf die Gebäude gelegt. Die Umfeldgestaltung wurde vernachlässigt. Hier muss deutlich etwas passieren - beim "Stadtumbau - Periode III". Beide Wohnungsgesellschaften sind mehr in die Pflicht zu nehmen. Ideen der Bürger sind gern willkommen. Wie wäre es mit einer Wettbewerbsteilnahme "Entente Florale"?

Jahrelang wird darüber gesprochen, endlich den Marktplatz zu beleben. Ideen dazu haben bislang nicht viel gebracht. Wie könnte es der Verwaltung mit Ihnen an der Spitze gelingen, hier voranzukommen?
Ein Patentrezept dafür gibt es nicht. Hier kann und muss die Wirtschaftsförderung helfen. Bis vor drei Jahren gab es hier auch Bewegung. So die Aktion der REGmbH zur Bewerbung von freien Ladengeschäften oder die Einführung des Stadtgutscheins. Auf jeden Fall ist hier "Manpower" gefragt - also zeitaufwendig und innovativ arbeitende Mitarbeiter.

Welche Zukunft sehen Sie für den Griebenowpark, nachdem dort bereits mehrere Großvorhaben gescheitert sind?
Als Eigentümer sind wir nunmehr handlungsfähig. Der zur Bahnhofstraße gewandte Teil könnte an einen ortsansässigen, interessierten und solventen Investor verkauft werden, um insbesondere altersgerechtes Wohnen zu ermöglichen. Die restliche verbleibende Fläche könnte parkähnlich mit Spielplatz gestaltet werden, wenn das Geld aufgebracht wird.

Wo sehen Sie Vetschau als touristisches Reiseziel zwischen Spreewald und Lausitzer Seenland in acht Jahren?
Raddusch ist Staatlich anerkannter Erholungsort und am Gräbendorfer See hat sich am Rande von Laasow eine boomende Feriensiedlung am und auf dem Wasser entwickelt. Der See hat sich als Badesee mit "leisem" Wassersport etabliert. Vetschau selbst hat den Bereich der touristischen Dienstleistungen, wie zum Beispiel Übernachtungen, ausgebaut.

Wie stellen Sie sich im Falle Ihrer Wahl in den nächsten acht Jahren die Zusammenarbeit mit den Ortsteilen vor?
Die Ortsteile finden auch weiterhin Gehör - nicht nur im Wege der formellen Anhörung in ortsteil-bezogenen Angelegenheiten. Ihre Ideen, Wünsche und Meinungen werden angehört. Auch außerhalb der Ortsbeiratssitzungen. Zudem wird es weiterhin eine jährliche Ortsvorsteherkonferenz mit Themen geben, die alle, oder zumindest viele, Ortsteile betreffen.