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| 18:24 Uhr

Altdöbern/Buchholz
Bankiers für ein verschollenes Dorf

 Für einen Moment durften sich Ministerpräsident Dietmar Woidke, die ehemaligen Buchholzer Detlef Gelfort und Eberhard Andreack sowie der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Roick (v.l.n.r.) als Bankiers fühlen. Dauerhaft solll die Bank ihren Platz an der Buchholzer Ortserinnerungsstätte finden.
Für einen Moment durften sich Ministerpräsident Dietmar Woidke, die ehemaligen Buchholzer Detlef Gelfort und Eberhard Andreack sowie der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Roick (v.l.n.r.) als Bankiers fühlen. Dauerhaft solll die Bank ihren Platz an der Buchholzer Ortserinnerungsstätte finden. FOTO: Uwe Hegewald
Altdöbern/Buchholz. Erinnerungsstätte für Buchholz künftig mit Sitzbank.

Auf ihrer SPD-Wahlkampftour durch das Land Brandenburg machten Ministerpräsident Dietmar Woidke und Landtagsabgeordneter Wolfgang Roick am Mittwochabend Station in der Altdöberner Orangerie.

Neben einem Rückblick und Vorhaben, die sie bei einer Wiederwahl in Aussicht stellen, nutzten die beiden Genossen die Gelegenheit um sich bei Jürgen Barran für sein dauer­haftes ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde zu bedanken. Allein im Freibad leistet der Edelhelfer jährlich über 600 ehrenamtliche Stunden.

Überrascht zeigten sich auch Detlef Gelfort und Eberhard Andreack beim Überreichen einer hölzernen Bank für ihre Ortserinnerungsstätte. Beide sind ehemalige Einwohner von Buchholz, in dem vor 60 Jahren mit der Devastierung von Bewohnern begonnen worden war. Ab 1959 mussten nach Angaben der LMBV 261 Frauen, Männer und Kinder das Dorf aufgrund des anrückenden Tagebaus Greifenhain verlassen. Die Buchholzer Höhe am Altdöberner See erstreckt sich heute über das verschollene Dorf mit einer verdeckt liegenden Erinnerungsstätte, die etwas aufgepeppt werden soll. Die Bank und bereits von Wolfgang Roick gepflanzte Buchen, denen der Ort Buchholz seinen Namen verdankt, bilden einen Anfang.