Etwa Die ehemalige Kopfsteinpflaster-Straße von Briesen war vor rund drei Jahren mit einer Schwarzdecke überzogen worden. Seitdem lärmt es nicht mehr so sehr, wenn Autos und Laster drüberrollen. Die Lkw verirren sich aber immer wieder hierher, obwohl sie nach Briesen bei Werben wollen. Das hat Rosemarie Schmidt schon oft beobachtet. „Dann müssen wir die genervten Männer in ihren Lkw immer über Tornitz und Vetschau schicken, weil sie hier keinen Platz zum Wenden haben“ , erzählt die 64-Jährige.
Die Ursache für solcherlei Irrfahrten sieht die Briesenerin in dem Hinweisschild im benachbarten Eichow (Foto) im Spree-Neiße-Kreis. Auf diesem Schild werden die Fahrer nach Briesen bei Laasow geschickt. Laasow steht aber nicht auf dem Hinweisschild. Rosemarie Schmidt schlägt aus diesem Grunde vor, das Briesen auf dem Schild durch Laasow zu ersetzen. „Dann hätte die liebe Seele in Briesen Ruh'“ , ist sie überzeugt.
Im Straßenverkehrsamt des Spree-Neiße-Kreises in Forst ist das Problem nicht bekannt. „Das Ansinnen müsste von einem Bürger oder einer Gemeinde bei uns eingereicht werden, damit wir das prüfen können“ , sagt Brigitte Bögel, Sachgebietsleiterin für Ordnung und Verkehr in dieser Behörde. „Wir würden dann einen Vor-Ort-Termin anberaumen und uns von der Situation einen Eindruck verschaffen“ , so die Expertin. Bislang allerdings sei ihr das Problem nicht zu Ohren gekommen.
Das soll sich bald ändern, kündigt Vetschaus Bürgermeister Axel Müller (SPD) an. Denn „sein“ Briesen gehört zu Laasow, und Laasow liegt am See. Dieser See werde in der Zukunft mehr Badefreunde in diese Richtung ziehen, auch aus dem benachbarten Spree-Neiße-Kreis. Da ist sich das Vetschauer Stadtoberhaupt sicher.
„Wir könnten zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“ , sagt er. Wenn auf dem Hinweisschild in Eichow nicht Briesen durch Laasow ersetzt, sondern ergänzt würde, wäre das im Vetschauer Interesse. Aufmerksam gemacht würde dann erstens auf Briesen und zweitens auf das größere Laasow am See. „Denn hingewiesen wird auf solchen Schildern immer auf den nächsten Ort, und das ist eben Briesen“ , erklärt Müller. Die Stadtverwaltung Vetschau werde sich mit einem entsprechenden Vorschlag an das Spree-Neiße-Straßenverkehrsamt wenden, so der Bürgermeister.
Noch gut in Erinnerung ist dem Vetschauer Stadtoberhaupt das Verwirrspiel um Tornitz. „Vor geraumer Zeit hatten Lkw-Fahrer aus Richtung Eichow, die oftmals von weither gekommen sind, den Weg zur Tornitzer Schweinemast nicht gefunden“ , so Müller. Damals sei es mit der Lösung dieses Pro blems recht schnell gegangen, so Axel Müller. An der Kreuzung aus Richtung Briesen weist seit jener Zeit ein unübersehbares gelbes Schild in Richtung Tornitz.