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| 02:49 Uhr

Blüten statt Blumen und Massagen im alten Postgebäude

Sie arbeiten meist im stillen Kämmerlein, ein Klassenraum in der Schule für Sozialberufe in Lübbenau unter dem Dach der Arbeiterwohlfahrt. Jetzt hat der Mal- und Zeichenzirkel Lübbenau, vor 30 Jahren im Kraftwerk gegründet, eine hübsche Jubiläumsausstellung im Medizinischen Zentrum (MZL) in der Spreewald-Stadt. jg jag hk is

Zur Eröffnung überraschten der Vorstandsvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Südbrandenburg, Christoph Eigenwillig, und die MZL-Geschäftsführerin Karin Linke (Foto) die Mitglieder der Gruppe mit Geldpräsenten. Letztere garnierte ihre Gabe mit den Worten: "Statt Blumen gibt's Blüten." Da man annehmen darf, dass das Medizin-Zentrum keine Gelddruckmaschine im Keller hat, dürfte es sich bei den Blüten um eine Anregung für die nächsten Malarbeiten handeln.

Dieser Besuch hat sichtbare Spuren bei den Mitgliedern des Calauer Wirtschaftsausschusses hinterlassen. Bei ihrer jüngsten Sitzung in der Firma Complus weiteten sich die Pupillen bei vielen, bei einigen stand sogar der Mund offen, als Geschäftsführer Michael Andrée durch die mit Liebe sanierten Räume in der ehemaligen Post führte. Überall Dielenböden, antik anmutende Schreibtische und Stuckdecken. Neid kam dann auch noch auf: Im Obergeschoss hat Andrée ein Zimmer eingerichtet, in dem sich seine Mitarbeiter auf eine Massagebank legen und auf seine Kosten den Rücken durchkneten lassen können. Ob dieser exquisiten Ausstattung stellten sich nach eigenen Bekundungen Fragezeichen im Kopf des Ausschussvorsitzenden Mario Dannenberg auf. Im Gespräch mit dem Geschäftsführer stellte er deshalb die Gretchenfrage: Wie verdienen Sie Ihr Geld? Mit drahtlosen Kommunikationssystemen, die in 26 Ländern der Welt im Einsatz sind, erklärte Andrée. Unter anderem auf den Aida-Kreuzfahrtschiffen. Die Abgeordneten staunten weiter.

Die Sache mit dem Vetschauer Winkel ist völlig verwinkelt. Hatten die Stadtverordneten im Jahr 2009 beschlossen, das Prachtstück auf dem Marktplatz demontieren zu lassen, weil es nicht viele Liebhaber für ihn gibt, sollte dieser Beschluss nun aufgehoben werden. Denn die Kosten im Falle einer Demontage wären Zehntausende Euro hoch und heute in voller Höhe noch gar nicht absehbar. Schließlich poche auch der Architekt auf seine Rechte. Doch so wirklich können sich die Stadtverordneten heute wohl nicht mit klaren Verhältnissen anfreunden. Mit elf Stimmen sind sie dem Antrag von Christoph Schneider (Fraktion CDU) gefolgt und haben sich dafür ausgesprochen, den Beschluss ruhen zu lassen, bis es eine preiswerte Möglichkeit für eine Demontage gibt. Der Winkel wird vermutlich alle überdauern. . .

Da wird Landrat Stephan Loge (SPD, Foto) wohl diesmal seine Brieftasche besonders gut im Auge behalten. Kommende Woche geht er mit der Energieregion Spreewald-Lausitz nochmals auf Dienstreise nach Brüssel. Die erste Fahrt dürfte er in nicht allzu guter Erinnerung behalten haben - zumindest, was sein Bargeld plus Papiere betrifft. Geübte Fassadenkletterer hatten diese nämlich aus seinem Hotelzimmer entwendet. Loge war damals ziemlich entrüstet über die Kaltschnäuzigkeit, mit der die Diebe vorgegangen waren. Am 23./24. Oktober tritt er in Begleitung von Gerhardt Janßen (Wirtschaftsförderungsgesellschaft) und anderer die Fahrt an. Die Brieftasche wird da wohl vor allem an einem Ort bleiben: am Mann.