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| 15:30 Uhr

Aufwendige Dekoration
Bischdorfer machen ihren Dorfanger schick

Ganze Arbeit geleistet haben Anwohner des Dorfangers in Bischdorf. In zweieinhalb Stunden war der Heuschober gebaut. Helga Kunick (r.) hatte für den Fototermin zwei lebensgroße Puppen beigesteuert.
Ganze Arbeit geleistet haben Anwohner des Dorfangers in Bischdorf. In zweieinhalb Stunden war der Heuschober gebaut. Helga Kunick (r.) hatte für den Fototermin zwei lebensgroße Puppen beigesteuert. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Bischdorf. Ein Heuschober ist in dem Lübbenauer Ortsteil der Hingucker. Anwohner haben ihn selbst gebaut.

Ulrike Jaschen, Helga Kunick, Hugo Murrer, Kurt Zimmermann, Fritz Maßnick und Martin Wiedemann haben sich am Donnerstag ihr Erfrischungsgetränke redlich verdient. Gemeinsam haben die Bischdorfer, die alle am Dorfanger wohnen, einen gut drei Meter hohen Heuschober gebaut. Zu Dekorationszwecken diene er und soll ein Blickfang sein für Anwohner und Besucher des Lübbenauer Ortsteils.

Das Heu bekamen die Bischdorfer gesponsert, das Know-how für den Bau hatten sie bereits „Fast alle von uns haben ja selbst früher auf Wiesen im Spreewald Heuschober mit gebaut, erzählt Ulrike Jaschen. So war denn das Bauwerk in zweieinhalb Stunden fachmännisch errichtet. Mit Unterbau, Stange und Krone.

Der Vorgängerbau war sechs Jahre eine Zierde des Dorfangers. Dann war es Zeit, ihn abzutragen, so Hugo Murrer. Der Rentner und seine Mitstreiter sind sicher: Auch der neue Schober hält so lange. Er steht auf einem Kahn, weil der ebenfalls spreewaldtypisch ist. Außerdem, erklärt Kurt Zimmermann, habe man damals das Heu im Winter tatsächlich oft in Kähnen transportieren müssen. Eigens für den Fototermin hat Helga Kunick außerdem zwei lebensgroße Puppen in Spreewälder Arbeitstracht auf und neben dem Kahn platziert. Sie entstammen ihrer Ausstellung namens „Lausitzer Zeitreise“, die sie in der Scheune auf dem Angerhof in Bischdorf zeigt.

In Bischdorf, sagt Ulrike Jaschen, achte man sehr auf ein gepflegtes und schönes Ortsbild. Nicht von Ungefähr habe man bereits zweimal den Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen. Dabei sei vor allem der selbst gestaltete Dorfanger mit Heimatstube und Sitzgelegenheit ein Schmuckstück. Hier treffen sich die Anwohner bei schönem Wetter gern, plaudern und erfreuen sich des schönen Heuschober-Anblicks.

In wiederum fünf oder sechs Jahren werden jüngere Bischdorfer den nächsten Schober bauen müssen. „Wir sind dann zu alt“, sagt Hugo Murrer. Männer wie Martin Wiedemann seien dann gefragt. „Ich habe jetzt gut aufgepasst“, sagt er.