Aus den Fließgewässern und Grubenwasser-Reinigungsanlagen in Brandenburg werden jährlich mehr als 70 000 Tonnen Eisenhydroxid ausgebaggert, die aus alten Braunkohle-Tagebauen ausgespült werden. Derzeit wird der Schlamm als „nichtgefährlicher Abfall“ entsorgt. Die Kapazitäten zur Lagerung auf Deponien reichen nach Angaben des Ministers aber nicht aus.

Die LMBV prüft daher die Möglichkeit, jährlich rund 200 000 Kubikmeter Rostschlamm auf den Grund des 70 Meter tiefen Sees einzuspülen. Eine Bürgerinitiative will dies verhindern. Sie fürchtet ökologische Probleme und negative Auswirkungen auf den Tourismus. Im Mai übergab sie dem Petitionsausschuss des Landtags eine Liste mit 5000 Unterschriften dagegen.