(lhn) Die Stadt Vetschau hat für die Saison 2018 ihres Sommerbades insgesamt eine positive Bilanz gezogen. Vom 18. Mai bis 10. September konnten Badebegeisterte in der Sonne liegen oder im Schwimmbecken ihre Runden drehen. Rund 6400 Gäste mehr als im Vorjahr wurden im Bad begrüßt, entsprechend stiegen auch die Gesamteinnahmen von 15 475 Euro (2017) auf 23 205 Euro, während sich die Gesamtausgaben nur geringfügig erhöhten. Zahlreiche Schulen, Horte und Kitas von Vetschau bis Herzberg haben das Sommerbad genutzt.

Der Besucherzustrom hat aber auch zu teils starken Parkproblemen geführt. Für die Saison 2019 muss „die Parksituation entkrampft werden“, sagte Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos). Dazu solle auf angrenzenden Ackerflächen ein unbefestigter „Sommerparkplatz“ entstehen. Stefan Schön (Bündnis 90/Die Grünen) regte an, am Sommerbad Übernachtungsstellplätze für Wohnmobile zu schaffen. Dies könne nicht nur die Attraktivität des Bades steigern, sondern zugleich zur Bekämpfung der hochallergenen Pflanze Ambrosia, die beim Sommerbad vorkommt, beitragen.

Während der Saison sei es zu zwei Badeunfällen gekommen, teilte der Fachbereich Ordnung und Soziales beim Sozialausschuss mit. Neben einem Sprungunfall sei ein Mädchen zwischen den Beckenrand und eine Leiter geraten und musste von der Feuerwehr befreit werden. An die Leiter wurde ein Innenblech angebracht, das derartige Unfälle künftig verhindern soll.

Kritische Töne schlug eine Vertreterin des Fachbereichs an, als es um den Zustand des Bades ging. Risse in den Beckenwänden seien bisher nur oberflächlich korrigiert worden, es bestehe „dringend der Bedarf einer Sanierung“. Dieser Einschätzung schloss sich der Bürgermeister an.

Uwe Jeschke (SPD) bemängelte die personelle Situation im Sommerbad: „Für das hohe Besucheraufkommen gab es zu wenig Personal.“ Insgesamt waren drei Kräfte an den Schwimmbecken, eine technische Kraft sowie eine Aushilfe und ein Bundesfreiwilligendienstleister im Sommerbad beschäftigt, teilte die Stadt mit.