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| 02:34 Uhr

BI "Haltepunkt Raddusch" macht Dampf auf den Kessel

Raddusch/Kolkwitz. Die Bürgerinitiative "Haltepunkt Raddusch" macht Dampf auf den Kessel. Gemeinsam mit Kolkwitz und Kunersdorf als weitere Betroffene der eingedampften Bahn-Halte ab dem neuen Fahrplan wollen die BI-Mitglieder noch vor der parlamentarischen Sommerpause Druck machen. Hannelore Kuschy

Denn sie sehen die Mobilität im gesamten Wirtschaftsraum Spreewald durch diese erhebliche Einschränkung gefährdet. Die Radduscher, die erhebliche Anstrengungen auf dem Weg zum anerkannten Erholungsort unternehmen, sehen sich ausgebremst. Um die Linie Königs Wusterhausen - Cottbus zu stabilisieren, werden Raddusch als größter Vetschauer Ortsteil und Kolkwitz/Kunersdorf (Spree-Neiße) tagsüber nicht mehr bedient. Für den weiteren Halt in Brand mit Tropical Islands hätten nach Angaben von Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) angekündigte Investitionen von bis zu 50 Millionen Euro, 500 Arbeitsplätze und die bis zu 600 Ein- und Aussteiger täglich gesprochen.

Für Gewerbetreibende, die Tourismusbranche, für alle Besucher, die mit dem Zug anreisen wollen, für Pendler, Rentner, Kitas in Raddusch und Vetschau sowie für viele andere sei der angekündigte Halteverzicht unverantwortbar, erklärt BI-Chef Frank Zeugner.

Bei der jüngsten Zusammenkunft der Bürgerinitiative sind Gruppen gebildet worden, die sich spezifischen Themen widmen. Soziale Netzwerke sollen genutzt werden, um möglichst viele Betroffene zu erreichen. In Kürze startet eine Unterschriftensammlung.

Am kommenden Montag wird in der Kreisverwaltung in Senftenberg der Schienenersatzverkehr für die Dauer der Bahnhalt-Einschränkung Thema sein. In dieser Runde wird neben Vetschaus Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) auch die Bürgerinitiative verteten sein.