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| 17:00 Uhr

Wirtschaft und Schule
Bewerbergespräche in der Schule

Oberschülerin Celina Gottschalk im simulierten Bewerbergspräch mit Chefkoch Hans-Otto Lehmann, Azubi Lisa-Marie Kurz und Restaurantleiter Manuel Tornow (v.l.) vom Schlosshotel in Lübbenau.
Oberschülerin Celina Gottschalk im simulierten Bewerbergspräch mit Chefkoch Hans-Otto Lehmann, Azubi Lisa-Marie Kurz und Restaurantleiter Manuel Tornow (v.l.) vom Schlosshotel in Lübbenau. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Lübbenau. Zwölf Unternehmen aus der Region stellen sich in Lübbenau Schülern vor.

Es war gar nicht so leicht zu sagen, wer sich bei wem bewirbt am Donnerstag in der Oberschule Ehm Welk in Lübbenau: die knapp 50 Schüler der neunten Klassen bei den zwölf eingeladenen Unternehmen oder die Unternehmen bei den Schülern. Denn unter anderem Madlen Worreschk und Silko Jank machten in ihren Firmenpräsentationen deutlich, dass guter Nachwuchs rar ist und dringend gebraucht wird. Die Personalreferentin von Wolffkran in Luckau und der kaufmännische Bereichsleiter der Strabag-Direktion Nord-Ost warben daher für eine Ausbildung in ihren jeweiligen Unternehmen – unter anderem mit einer Bandbreite verschiedener Ausbildungsmöglichkeiten, mit ordentlicher Entlohnung nach Tarif und besten Chancen, übernommen zu werden. „Wir investieren viel in die Ausbildung und streben daher an, jeden Azubi zu übernehmen“, so Silko Jank.

Was nicht heißt, dass jeder Schüler mit Fachoberschulreife einen Ausbildungsplatz gleich sicher hat. Man sollte schon Interesse, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstein an den Tag legen, sagte Silko Jank. Außerdem wichtig: sich gut zu verkaufen beim möglichen Arbeitgeber. Der Besuch aus der Wirtschaft simulierte daher mit den Schülern Bewerbungsgespräche. Celina Gottschalk zum Beispiel sprach mit Schlosshotel-Restaurantleiter Manuel Tornow – und machte ihre Sache gut. Die Neuntklässlerin zeigte sich gut informiert über die gastronomische Einrichtung in Lübbenau, war dort auch bereits mehrmals Gast.

Schulleiterin Gabriele Lehmann merkte nach dem Gespräch allerdings an: „Celina hat sich noch unter Wert verkauft.“ Vergaß doch die Neuntklässlerin zu erwähnen, dass sie auch in der Schulküche mitmacht und beim Kochpokal der Stadt- und Überlandwerke Luckau-Lübbenau (SÜLL). Das zu erwähnen, wäre von Vorteil gewesen, bestätigte Manuel Tornow. Außer Bau und Gastronomie waren in der Oberschule auch die Branchen Pflege, Verwaltung, Elektronik und Handel vertreten. Von Rewe und Emis, von Stadt- und Landkreisverwaltung sowie auch von der AWO kamen Firmenvertreter. Kaufland Logistik und Bundeswehr sagten leider kurzfristig ab, so Gabriele Lehmann.

Schade sei das. Gerade das Jobangebot bei der Bundeswehr sei bei ihren Schülern von großem Interesse. Der Bewerbertag, so die Schulleiterin weiter, bedürfe einer langen Vorbereitung. Die ersten Unternehmen wurden schon ein Jahr vor dem Termin angeschrieben. Die Neuntklässler, formuliert Gabriele Lehmann das Ziel, sollen herausbekommen, wo beruflich ihre Interessen liegen. Zeit wäre es, wie Silko Jank von der Strabag, bestätigte. Bei dem Bauunternehmen könne man sich gern schon am Ende der neunten Klasse bewerben.

Beate Tempel vom AWO-Regionalverband Brandenburg Süd stellte den Schülern mit ihren Kollegen Pflegeberufe vor.
Beate Tempel vom AWO-Regionalverband Brandenburg Süd stellte den Schülern mit ihren Kollegen Pflegeberufe vor. FOTO: Daniel Preikschat / LR