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RUNDSCHAU-Schnellcheck : Energie gewinnt mit jungem Team

| 15:09 Uhr

Besser leben
Betreut mit Charme und Stil

Im Rahmen der offiziellen Eröffnung der Appartements für Betreutes Wohnen trafen sich Peggy Cattien (Leiterin Seniorenresidenz), Kathrin Birghan (Verwaltung), Diana Sandig (Mieterin) und Eckhard Klohs (Hausmeister/v.l.) zu einem spontanen Stelldichein.  Foto: U. Hegewald
Im Rahmen der offiziellen Eröffnung der Appartements für Betreutes Wohnen trafen sich Peggy Cattien (Leiterin Seniorenresidenz), Kathrin Birghan (Verwaltung), Diana Sandig (Mieterin) und Eckhard Klohs (Hausmeister/v.l.) zu einem spontanen Stelldichein. Foto: U. Hegewald FOTO: Hegewald / Hegewald Uwe
Calau. M.E.D. Cottbus GmbH schlägt in Calau neues Kapitel für „Betreutes Wohnen“ auf.

Unverhofft kommt oft, wird sich Diana Sandig gestern gesagt haben. Inmitten der Vorbereitungen ihres Mischgemüseeintopfs klingelte es plötzlich an der Wohnungstür. Unangemeldete Gäste und ein angemeldeter Handwerker begehrten Einlass. Hintergrund des Kommens und Gehens im sprichwörtlichen Taubenschlag war die offizielle Eröffnung der beiden Wohnblöcke „Betreutes Wohnen“ in unmittelbarer Nachbarschaft zur Calauer Seniorenresidenz.

„Binnen eines Jahres und zweier Monate haben wir hier etwas Repräsentatives hingestellt. Nach dem eigenen Haus war es für mich das erste große Bauprojekt. Ich bin stolz – insbesondere auf mein Team“, ließ Olaf Pollack die geladenen Gäste wissen. Einen „besonderen Dank“ richtete der Geschäftsführer der projekt- und bauausführenden KiSi Calau GmbH & Co. KG, an Eberhard Schultka: „Respekt, dass Sie es ein zweites Mal mit uns ausgehalten haben“, so Pollack rückblickend auf den Bau der Seniorenresidenz, die im April 2016 eingeweiht worden war. Eberhard Schultka ist Geschäftsführer der M.E.D Gesellschaft für Altenpflege mbH (Sitz Cottbus), die die zwei Wohnblöcke unter ihre Obhut nimmt.

„Neben dem Mietvertrag bieten wir unseren Mietern zusätzlich einen Betreuungsvertrag an“, erklärt Peggy Cattien, Leiterin der Seniorenresidenz. Das benachbarte Objekt mit seiner lichtdurchfluteten Cafeteria biete sich geradezu an, gemeinsame Sache zu machen. Veranstaltungsabende, Spiele- oder Skatnachmittage, Plinse essen, Vorträge und so weiter führt sie an. Im kommenden Jahr soll eine Seniorensportgruppe gebildet werden. Um Interessen auszuloten, arbeitet Peggy Cattien eng mit Kathrin Birghan zusammen, die beim Betreuten Wohnen erste Ansprechperson ist (03541 712900). Für die RUNDSCHAU organisierten die beiden Damen einen spontanen Besuch bei Diana Sandig. „Diese Wohnung müssen Sie sich ansehen. So toll wie diese eingerichtet ist, gilt sie als unsere Kataloghaus-Wohnung“, schwärmen sie.

Diana Sandig ist auf unangemeldeten Besuch vorbereitet. Eine kleine Flasche Sekt wird geköpft, und schon gewinnt das spontane Stelldichein an Fahrt. „Ich fühle mich hier pudelwohl“, so die Seniorin, die bereits im Oktober als eine der ersten Mieterinnen in eine schick eingerichtete Zweiraum-Wohnung eingezogen ist. Nach Lübbenau, Calau und einem zwischenzeitlichen achtjährigen Wohnaufenthalt an der Ostsee ist sie in ihre frühere Heimatstadt zurückgekehrt. „Vor allem der Vertrautheit und Kinder wegen, die hier in der Nähe wohnen“, begründet sie. Bei der Eröffnung der Seniorenresidenz habe sie gehört, dass zeit- und Objekt nah zwei Blöcke für Betreutes Wohnen errichtet werden sollen. „Da bin ich am Ball geblieben, habe Interesse signalisiert und sogar Einblick in die Grundriss-Unterlagen bekommen“, erzählt sie. Punkten könne das Objekt insbesondere durch seine ruhige Lage und das weitreichende Angebot im Hause. Einziger Wehmutstropfen, den Bewohner vergießen: Als auf dem Standort früher noch die Calauer Schule II gestanden hat, gab es eine kleine Gehweg-Verbindung zur Karl-Marx-Straße. Gerne würden Bewohner die nicht mehr begehbare Abkürzung benutzen, um für Besorgungen in das naheliegende Einkaufszentrum zu gelangen.

Auf rund 2,8 Millionen Euro beläuft sich das Gesamtinvestitionsvolumen für beide Häuser mit ihren insgesamt 24 behindertengerechten Wohnungen. 20 von ihnen sind barrierefrei ausgerichtet, vier von ihnen rollstuhlgerecht. Bis auf zehn Wohnungen sind bereits alle 49 bis 51 Quadratmeter großen Appartements vergeben, die auch über eine Notrufbereitschaft verfügen. Mit einer Gestaltung des Außenareals inklusive Aufstellen von Sitzbänken wird im kommenden Frühjahr begonnen.