Von Uwe Hegewald

Zuerst ins Erdreich hinein, bevor es mit dem Turm hoch hinausgeht. Vergangene Woche ist mit dem Bau des Fundamentes für den neuen Aussichtsturm begonnen worden. Idyllisch, im Naturschutzgebiet zwischen Altdöbern und Calau gelegen, wird für alle Wanderfreunde und Besucher der Calauer Schweiz ein 38 Meter hoher, massiv gebauter Turm entstehen. Rund 500 000 Euro aus Fördermitteln plus Eigenmittel der Amtsgemeinden werden dabei investiert.

„Wir gehen davon aus, dass das Fundament noch in diesem Jahr fertiggestellt werden kann und das Gros der Bauarbeiten im kommenden Jahr erfolgt“, erklärte Katrin Peter am Rande des Spatenstichs. Eine Inbetriebnahme kündigt die Bau- und Ordnungsamtsleiterin des Amtes Altdöbern für den Saisonbeginn 2020 an. Ursprünglich war ein früherer Termin anvisiert, der aufgrund eines längeren, krankheitsbedingten Ausfalls eines wichtigen Projektbeteiligten verschoben werden musste.

Umso mehr beeindruckt die Zusammenarbeit mit dem Oberstufenzentrum (OSZ) Lausitz und den dort auszubildenden Kaufleuten für Tourismus und Freizeit. „Im Rahmen des Lernfeldunterrichtes des 3. Lehrjahres wollen zehn zukünftige Touristiker Ideen entwickeln, die dem Turm und seiner Umgebung ein individuelles Gesicht geben“, teilt OSZ-Fachlehrerin Katrin Rucho mit. Im August besuchten die Jugendlichen den bereits abgesteckten Baugrund, um sich ein Vor-Ort-Bild zu machen. Im Anschluss an den Ausflug auf die Kammlage der Calauer Schweiz landete ein ganzer Stapel voller Ideen in einer „Kiste der Gedankenblitze“, aus denen ein schlüssiges Konzept ausgearbeitet wird.

Bei Roland Schneider, Bürgermeister der Gemeinde Luckaitztal, auf deren Territorium der Aussichtsturm errichtet wird, ist Erleichterung zu spüren. „Es wird aber auch Zeit, dass es jetzt mit dem Bau des Turmes losgeht“, sagt er. Grundlage bildet ein Beschluss der Gemeindevertretung Luckaitztal, aus dem März 2013, in der sich die Abgeordneten mehrheitlich für den Verbleib eines Aussichtsturmes in der Calauer Schweiz ausgesprochen hatten. Der Vorgängerturm musste aufgrund technischer Mängel 2011 gesperrt und drei Jahre später abgerissen werden.