Besondere Auszeichnung für einen Rinderhalter aus dem Spreewald: Der Ehrenpokal des Verbandes Deutscher Welsh Black Züchter und Halter e.V. geht in diesem Jahr an den langjährigen Zuchtbetrieb Detlef Jacob aus Lübbenau. Darüber informiert Landwirt Peter Schollbach vom Gut Kemmen.
Detlef Jacob hält bereits seit 1997 Welsh Black Rinder und begann seine Zucht mit Rindern aus dem Zuchtbetrieb Hans Stucke. Heute besitzt Jacob einen Hof mit 50 Hektar Acker und knapp 40 Hektar Grünland. Beeindruckend sind die folgenden Zahlen: Jacob hält 40 Zuchtpferde aus fünf verschiedenen Rassen, einige Dexter-Rinder zur Pferdeweidepflege sowie eine 30-köpfige Welsh Black Herde mit neun Herdbuch-Kühen. „Ich habe mich bewusst für diese Rasse entschieden, da sie als robust, ruhig und schwer gilt“, sagt der Preisträger.

Spreewälder Rinderzüchter schätzt die Dankbarkeit der Tiere

Nach 23 Jahren Welsh Black steht Jacob nach wie vor hinter dieser Entscheidung. Er schätzt die Dankbarkeit und Genügsamkeit der Tiere bei der Fütterung, die sehr guten Zunahmen und die Vertrautheit seiner Herde. Der Landwirt selektiert seine Welsh Black schon immer nach diesen strengen Kriterien, wie er gegenüber der RBB Rinderproduktion Berlin-Brandenburg GmbH mitteilt.
Besonders beachtlich sei, dass Jacob bereits seit 20 Jahren in Folge die Brandenburger Landwirtschaftsausstellung „BraLa“ – die in diesem Jahr coronabedingt abgesagt werden musste – mit Welsh Black Rindern beschickt. Sehr oft stellte er dort die Siegertiere in den Richtgruppen, was für die Qualität seiner Herde spricht.
Detlef Jacob verkauft nicht nur innerhalb Deutschlands seine Zuchttiere, sondern auch nach Polen, in die Schweiz und ins Allgäu. Zusätzlich betreibt er Direktvermarktung und bringt so das Fleisch seiner Rinder direkt an den Verbraucher.
„Wir gratulieren Detlef Jacob zu dieser verdienten Auszeichnung“, so das Team von der RBB Rinderproduktion.