(red/kr) Zum 5. Tag der Städtebauförderung am Samstag hatte die Stadt Lübbenau/Spreewald zur Baustellenbesichtigung des Regenrückhaltebeckens in der Neustadt eingeladen. Dem Aufruf waren mehr als 40 interessierte Bürger gefolgt. Peter Brandt, Bereichsleiter Stadtplanung/Tiefbau der Stadt Lübbenau, nahm die Gäste in Empfang und berichtete zunächst von den Segnungen der Städtebauförderung für Lübbenau. Seit 1991 sind durch Förderprogramme Millionen in die Sanierung, die Soziale Stadt und den Stadtumbau geflossen.

Demnach konnten insgesamt etwa 43 Millionen Euro an bewilligten Städtebaufördermitteln, die jeweils zu einem Drittel vom Bund, vom Land und von der Stadt finanziert werden, in Lübbenau eingesetzt werden. Eines dieser geförderten Vorhaben ist das Regenrückhaltebecken mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als vier Millionen Euro. Die bereits 1963 errichtete Anlage entsprach nicht mehr den technischen Anforderungen, insbesondere auch im Hinblick auf stetig zunehmende Starkregenereignisse. Aus diesem Grund musste das Regenrückhaltebecken erneuert, ein Zuleitungsgraben angelegt und ein Erdbecken außerhalb der Neustadt ausgehoben werden.

Andreas Nagel von dem beauftragten Ingenieurbüro Prokon (Beratung und Bauplanung GmbH) beantwortete den Besuchern alle fachlichen Fragen und erklärte das Bauvorhaben. Unterstützung erhielt dieser von Hartmut Streich vom Sachgebiet Tiefbau der Stadt und Bettina Brandt vom Sanierungsträger DSK, sodass letztlich alle Fragen fachkompetent beantwortet werden konnten.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten viele Gäste die Möglichkeit, sich die notwendig gewordenen, umfangreichen archäologischen Grabungen als Bilddokumentation im Bauwagen auf einem digitalen Bildschirm anzusehen.

Aus Sicht der Stadt Lübbenau war es insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung, nicht zuletzt, weil bei einem solchen Zusammentreffen immer auch ein intensiver Austausch zwischen Bewohnern und Verwaltung ermöglicht wird.