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| 02:32 Uhr

Bergbautag wird in Senftenberg und Steinitz gefeiert

Der Vorsitzende des Traditionsverein Braunkohle Senftenberg Helmut Franz (r,) und Vorsitzender der Ortsgruppe Altdöbern, Bernd Schmidt, beraten am Findling im Vorgarten der Heimatstube Altdöbern.
Der Vorsitzende des Traditionsverein Braunkohle Senftenberg Helmut Franz (r,) und Vorsitzender der Ortsgruppe Altdöbern, Bernd Schmidt, beraten am Findling im Vorgarten der Heimatstube Altdöbern. FOTO: Matthias Nerenz/mnn1
Senftenberg/Steinitz/Altdöbern. Die zweiten Senftenberger Bergbautage stehen am Wochenende im Zeichen des 125. Matthias Nerenz/mnn1

Gründungstages der Ilse Bergbau AG. Die Akzente, die durch das Unternehmen gesetzt worden sind und bis heute nachwirken, stehen am 6. und 7. Juli im Mittelpunkt. Im Barbarasaal des Vattenfall Behörden- und Dienstleistungszentrums Senftenberg (Knappenstraße 1) gibt es Samstag Vorträge. Mit "Der Bergbau um Senftenberg und die Ilse Bergbau AG" führt Walter Karge, Bergmann aus Brieske und Sanierungsbereichsleiter für das Revier, den Vortragsreigen an. "Über den Einfluss des Bergbaus auf die sozialen Strukturen und den Bau von Siedlungen um Senftenberg" referiert Professor Heinz Nagler aus Cottbus. In "Die Braunkohle - Basis für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und ihr Beitrag zur zukünftigen Energieversorgung" beleuchtet Professor Wolfgang Gallas historische und aktuelle Aspekte.

Auch in Steinitz wird auf dem Steinitzhof am Wochendende das Bergmannsfest gefeiert. Dazu sind viele verschiedene Aktivitäten vorbereietet. Um 9 Uhr startet der RK Endspurt 09 die 9. Niederlausitzer Seenrundfahrt. Ab 11 Uhr beginnt das Konzert mit dem Blasorchester Glückauf Knappenrode. Um 11.30 Uhr ist ein Höhepunkt geplant: Der Bergmannsverein Zur Grube Merkur und Umgegend 1904 soll gegründet werden. Damit sollen alte Traditionen wieder belebt werden.

Im Laufe des Tages werden Fahrten in den Tagebau angeboten, es gibt Kremserfahrten rings um den Steinitzhof, von der Steinitzer Treppe aus kann jeder ins Lausitzer Land schauen, die Hexe "Inka Galaktika" verzaubert Kinder, jeder kann sich beim Brikettzielwurf testen. Am Nachmittag geben sich "Mr. Smith und Mr. Jones" die Ehre. Das Archäologische Zentrum Welzow präsentiert sich. Die Veranstaltung von 11 bis 18 Uhr wird von der Interessengemeinschaft Sozial-kulturelles Integrationsprojekt Steinitzhof und von der IGBCE- Ortsgruppe Drebkau mit Unterstützung der Stadt Drebkau organisiert.

Bereits eine Woche zuvor hatte die Ortsgruppe Altdöbern vom Traditionsverein Braunkohle Senftenberg anlässlich des Bergmannstag in die Heimatstuben nach Altdöbern eigeladen. "Wir haben die Ausstellung zur regionalen Bergbaugeschichte überarbeitet. So schenkte der Heimatverein Calau dem Traditionsverein ein Polarplanimeter, mit dem Flächen beliebiger Form ermittelt werden können. Das Messinstrument wurde von Marktscheidern und Bergbauplanern verwendet berichtet Bernd Schmidt, Vorsitzender von der Ortsgruppe Altdöbern.

Dieter Schötz stellte für die Ausstellung eine Medaillensammlung mit Bergbaumotiven zur Verfügung. Dies und vieles mehr ergänzt jetzt das Bergmannszimmer.

"Wir haben ein neues Ziel. So wurden Gesteine aus dem Tagebau Welzow in den Vorgarten der Heimatstuben transportiert", erklärt Schmidt. Das Gelände zwischen Altdöbern und Großräschen gehört zu einer Endmoräne und damit war auch der Tagebau Greifenhain mit Steinen aus nordischen Geschiebe reichlich übersäumt. So wie der Tagebau Welzow. Der bisher größte Stein wurde 1984 im Tagebau Greifenhain entdeckt und war mehr als 100 Tonnen schwer. "Ein Foto von dem Stein ist in der Ausstellung zu sehen", berichtet der Vorsitzende der Ortsgruppe Altdöbern und freut sich über den baldigen Abschluss der Außenarbeiten.