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| 02:53 Uhr

Bergbausanierer muss Kampf gegen braune Spree-Zuflüsse erweitern

Mitglieder der Bundestagfraktion der Grünen um ihren Vorsitzenden Anton Hofreiter (2.v.l.) haben sich von Winfried Böhmer vom Aktionsbündnis "Klare Spree" über die Verockerungsprobleme am Spreewaldrand am Reudener Fließ informieren lassen.
Mitglieder der Bundestagfraktion der Grünen um ihren Vorsitzenden Anton Hofreiter (2.v.l.) haben sich von Winfried Böhmer vom Aktionsbündnis "Klare Spree" über die Verockerungsprobleme am Spreewaldrand am Reudener Fließ informieren lassen. FOTO: jg
Vetschau. Der Kampf gegen die Verockerung vieler Gewässer vor dem Spreewald macht kleine Fortschritte, muss aber ergänzt und erweitert werden. So will der Bergbausanierer LMBV am Greifenhainer Fließ eine weitere Wasserreinigungsanlage aufbauen, um den Eiseneintrag abschöpfen zu können. Jan Gloßmann

Derzeit muss an diesem Fließ das belastete Wasser teuer in eine ehemalige Grubenwassereinigungsanlage gepumpt werden. Das erklärte der Bereichsleiter Technik der LMBV, Eckhard Scholz, am Donnerstag während eines Besuchs von Bundestagsabgeordneten der Grünen in Vetschau. So müsse auch an der Wudritz weiter gearbeitet werden. "Dort sind wir noch nicht zufrieden." An der Grubenwassereinigungsanlage am neuen Vetschauer Mühlenfließ werde es noch vor dem Winter eine Konditionierungsanlage geben sowie der Test einer Beflockung anlaufen. Scholz sagt, er gehe davon aus, dass nach der Bekalkung des Schlabendorfer Sees im dritten Quartal erstmals Wasser ausgeleitet werden kann.

Die Grünen um ihren Bundestags-Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter verfolgten die Ausführungen mit einer gehörigen Portion Skepsis. "Wenn man den Aufwand hier mal summiert, dann zeigt sich, dass sich der Braunkohletagebau nicht rechnet", sagte Hofreiter am Reudener Graben. Dort hatte der Vetschauer Winfried Böhmer vom Aktionsbündnis "Klare Spree" die anhaltenden Probleme mit der Verockerung erläutert.