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| 01:37 Uhr

Bengt Kanzler: „Die Leute wollen Engelmann sehen“

Vetschau. Wenn ein Künstler seine Ausstellung „Rückblicke“ nennt, gibt es in aller Regel einen Grund. Nicht dass Siegfried Engelmann ans Aufhören denkt. Peter Becker

Doch sein 70. Geburtstag in wenigen Tagen ist schon ein gebührender Anlass für einen Rückblick. In seiner Ausstellung im Vetschauer Stadtschloss, die bis zum 30. Juni zu sehen sein wird, gibt er einen Einblick in 55 Jahre künstlerischen Arbeitens, teils auch persönliche, wie das Selbstbildnis aus sehr jungen Jahren. "Ich wollte mit dieser Ausstellung, der vierten im Stadtschloss, mal ganz bewusst nicht den Spreewald zeigen, sondern Motive aus aller Welt, aus allen Zeiten und in vielen Techniken", sagte Engelmann. So sieht der Betrachter Urlaubsszenen wie das kürzlich entstandene "Am Nil", Akt- und Porträtstudien aus seiner Arbeit als Hochschullehrer an der BTU Cottbus, aber auch farbenprächtige Blumen auf Raufasertapete oder Arbeiten in Acryl. Günter Jantke stand sehr lange vor der "Entwicklung". "Dieses Bild lässt mich einfach nicht los. Die vielen Köpfe, der Anfang und das Ende des Lebens - einfach genial umgesetzt", sagte der Vetschauer. Die ehemalige Kunstlehrerin Eva Kellermann war bald in ein Gespräch mit dem Künstler vertieft, denn sie findet seine Grafiken besonders gelungen: "Der Engelmann ist immer für eine Überraschung gut, ich habe schon so viel von ihm gesehen."Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) wünschte sich, dass dies nicht die letzte Engelmann-Ausstellung im Schloss sein wird. "Es wäre doch gut, wenn wir den Zweijahres-Rhythmus beibehielten, denn die Leute wollen Engelmann sehen." Peter Becker