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Grüne Woche
Bei Bauer Trogisch geht’s um die Wurst

Fleischermeister Klaus-Peter Pietzig (l.) und Landwirt Frank Trogisch (r.) bei der Prodution von Rohwurst begonnen. Vermarktet werden sollen in Berlin die Schinkenwürste, Salami und Knacker.
Fleischermeister Klaus-Peter Pietzig (l.) und Landwirt Frank Trogisch (r.) bei der Prodution von Rohwurst begonnen. Vermarktet werden sollen in Berlin die Schinkenwürste, Salami und Knacker. FOTO: Uwe Hegewald
Muckwar/Werchow. Landwirt aus Muckwar ist bei Grüner Woche in mehrfacher Mission unterwegs: Er will für Luckaitztal werben und bewirbt sich um pro Agro Marketingspreis.

Landwirt Frank Trogisch sind bewegende Momente auf der Internationalen Grünen Woche nicht fremd. Unvergessen bleibt der Auftritt von Einwohnern aus Muckwar (Gemeinde Luckaitztal) und weiteren Mitwirkenden aus dem Amtsgebiet Altdöbern während der Landwirtschaftsmesse im Jahr 2012. Auf der großen Bühne der Brandenburg-Halle rührten Trogisch & Co. die Werbetrommel für das 9. Brandenburger Dorf- und Erntefest, im September 2012.

In diesem Jahr steuert der Landwirt erneut die Brandenburg-Halle 21a an, um dort Werbung für die Region und Produkte seines Betriebes zu betreiben. Dieser zählt zu den14 kleineren Anbietern und Erzeugern, die am Stand 132 den Landkreis Oberspreewald-Lausitz präsentieren. „Wir werden den Messestand am Mittwoch, 24. Januar ganztägig betreuen“, informiert Frank Trogisch.

Bereits in der zurückliegenden Woche ging es in seinen Verarbeitungsräumen tüchtig zur Sache. Fleischermeister Klaus-Peter Pietzig aus Werchow (Stadt Calau) wurde „eingeflogen“, um 100 Kilogramm Schlachtmasse in Rohwurst zu veredeln. „Darunter zählen unter anderem Salami, Schinkenwurst oder Knacker“, so der Einzelunternehmer, der 1979 seine Fleischerlehre begann und seit 2004 einen Meisterbrief in der Tasche hat. Regelmäßig zieht es ihn vom Stammbetrieb in Werchow – welches er liebevoll „Werk I“ nennt – zu Bauer Trogisch nach Muckwar. Im vergangenen Jahr haben wir 21 Schweine und zwei Rinder geschlachtet, verarbeitet und im eigenen Hofladen vermarktet“, berichtet der Landwirt. Selbstverständlich seien alle Schlachttiere im eigenen Betrieb aufgezogen und gemästet worden, ergänzt er.

Die Plattform Brandenburg-Halle will er gleichzeitig nutzen, um Kunden einen Besuch seiner Heimat nahezulegen. Die von ihm bestellten Äcker liegen im Wirtschaftsraum Spreewald und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Naturschutzgebiet „Calauer Schweiz“. „Unsere Gemeinde Luckaitztal besitzt sogar einen eigenen Bahnhaltepunkt mit Direktverbindung von und nach Berlin. Bequemer geht’s nicht“, so Trogisch, der in den letzten Tagen etwas angespannt wirkte. Es ist nicht die Sorge, dass mit den selbstproduzierten Erzeugnissen etwas schief gehen könnte, sondern das angestrengte Warten auf ein Jury-Urteil. Der Landwirtschaftsbetrieb Frank Trogisch hat sich um den pro agro Marketingpreis 2018 zu Internationalen Grünen Woche beworben. Am Eröffnungstag, Freitag, 19. Januar sollen die Preisträger offiziell bekanntgegeben werden. Unter dem Motto „Innovative Produkte und Produktvermarktung“ wurden am 30. November 49 Teilnahmebeiträge für den pro agro-Marketingpreis 2018 aus den Kategorien Ernährungswirtschaft (25), Direktvermarktung (17) sowie Land- und Naturtourismus (8) von einer Jury bewertet.