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| 02:32 Uhr

Baustellen und mobile Ampeln nerven

Baustelle Pieckstraße. Bis zur Fertigstellung muss eine Umleitung mit Ampelkreuzung an der Kümmelmühle gefahren werden.
Baustelle Pieckstraße. Bis zur Fertigstellung muss eine Umleitung mit Ampelkreuzung an der Kümmelmühle gefahren werden. FOTO: Hannelore Kuschy
Vetschau. Mit Klimaanlage und viel Geduld bleiben Autofahrer zwischen Vetschau und Müschen cool. Der Radwegebau nämlich fordert seinen Tribut. Geschwindigkeitsbeschränkungen und Ampeln nerven – müssen aber sein. Zeitgleich wird die Pieckstraße ausgebaut – dieser Sommer wird heiß. Hannelore Kuschy

So kann's gerade laufen von Vetschau in Richtung Mü schen: Der Autofahrer hat Feierabend, verlässt die Altstadt und schafft es (oder auch nicht), den Kreisel in der Bahnhofstraße zu passieren. Denn die Schranken am Bahnübergang sind geschlossen. Der Rückstau hat sein Ende irgendwo im Kreisel oder sogar schon in der Bahnhof- oder in der Gagarinstraße. Warten.

Die Schranken öffnen sich, aber wenige Meter weiter zwingt die erste Ampel zum Halten. Sie wurde eingerichtet wegen des Ausbaus der Pieckstraße. Die Umleitung führt über den Stradower Weg. "Der Verkehr muss über die Landesstraße 54. Aus den Nebenstraßen hätten Autofahrer ohne Ampelregelung keine Chance", erklärt Fachbereichsleiterin Nadine Wegner. Die Ampelphase Grün für die Hauptstraße sei schon die längste, die es überhaupt gebe. Spätestens am 30. September, so heißt es aus dem Fachbereich Bau, soll der zweite Abschnitt der Pieckstraße zwischen Pestalozzistraße und Bahnübergang ausgebaut sein.

Der geneigte Autofahrer denkt kaum darüber nach. Der Rückstau wird länger. Der eine oder andere Autofahrer muss achtgeben, dass er nicht auf den Bahnschienen stehen bleibt. Weiter geht's in Richtung Suschow. Dort wird vor dem Wohngebiet "Am Wiesenteich" der Radweg gebaut. Auf einem guten Stück Straße steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Das klappt nur mit Ampel. Irgendwann ist grün, und irgendwann ist der Radweg ja auch fertig - immerhin kostet das gesamte Stück Weg zwischen Suschow und Mü schen rund eine Million Euro.

Hinter Suschow Gas gegeben, zwingt in der Kurve ein Verkehrsschild wieder zum Bremsen - bis auf 30 km/h. An der Mühle muss eine Brücke für Radfahrer gebaut werden. Auch dort ist Vorsicht geboten. Und schließlich Mü schen: Dort ist gerade schweres Gerät am Bauen, denn der Radweg muss durch den Ort führen, um Anschluss zu bekommen zum bereits vorhandenen Weg am Ortsausgang in Richtung Burg.

Alle Baustellen seien im Zeitplan, so Nadine Wegner. Mit diesem Wissen, das wünscht sich Monika Kuhla vom Fachbereich Ordnung und Soziales, sollten sich wenigstens die Einheimischen an die Regeln halten. Denn meist seien sie es, die den Verkehrsfluss durch rücksichtsloses Fahren erschweren.