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| 02:32 Uhr

Baustart für neuen Südgraben in Altdöbern

Für den künftigen Altdöberner Südgraben schlägt derzeit die Bronkower Firma Donner Landschaftsbau eine Schneise in den Wald.
Für den künftigen Altdöberner Südgraben schlägt derzeit die Bronkower Firma Donner Landschaftsbau eine Schneise in den Wald. FOTO: Jan Augustin
Altdöbern. Derzeit laufen die Rodungsarbeiten für den neuen Südgraben in Altdöbern. Bis Ende März soll die knapp sieben Hektar große Schneise fertig sein, danach der eigentliche Baustart erfolgen. Ziel sind ein sich wieder selbst regulierender Wasserhaushalt und die Sicherung von 431 Gebäuden. Jan Augustin

Als wenn sie den Weg freimachen müssten für den Bau einer neuen Autobahn, rütteln derzeit schwere Maschinen der Bronkower Firma Donner Landschaftsbau am Altdöberner Boden. Hunderte Bäume müssen gefällt und abtransportiert, die Stubben herausgezogen werden. Die Ausmaße für den geplanten neuen Südgraben sind beeindruckend: Knapp sieben Hektar Fläche werden für ihn in Anspruch genommen werden, teilt der Pressesprecher des Bergbausanierers LMBV, Uwe Steinhuber, auf Anfrage mit.

In Abhängigkeit vom erwarteten Planfeststellungsbeschluss "geht die LMBV von einem Beginn der Erdarbeiten für den Südgraben Altdöbern als Komplexlösung zur Gefahrenabwehr aus dem Grundwasserwiederanstieg voraussichtlich noch in 2015 aus", so Steinhuber weiter. Mit dem Graben soll das Wasser, das aus dem Niederlausitzer Grenzwall in die Ortslage drückt, aufgefangen und über das Chransdorfer Fließ geordnet abgeleitet werden. Und so mittelfristig insgesamt 431 Gebäude in Altdöbern gerettet werden. Nur noch wenige einzelne Gebäude seien nach dem endgültigen Wasseraufgang, den die LMBV etwa erst 2018 erwartet, noch gefährdet. Für sie würden aber Einzelhaussicherungen vorgeschlagen. Uwe Steinhuber: "Die LMBV hat als bergrechtlich Verantwortliche die Wiedernutzbarmachung der vom Braunkohlenbergbau beanspruchten Flächen, die Abwehr von Gefahren zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit sowie die Sanierung des beeinträchtigten Wasserhaushaltes durchzuführen." Dies schließe auch die Wiederherstellung eines sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushalts mit ein.

Der neue Südgraben in Altdöbern soll das Grundwasser auf einer Länge von etwa 1200 Metern sammeln. An der westlichen Quelle soll er rund 8,50 Meter tief, in der Krone bis zu 40 Meter und in der Sohle bis zu einem Meter breit sein. Die Gesamtkosten schätzt die LMBV auf etwa zwei Millionen Euro.

Die Funktionsweise von Grabensystemen mit Gefälle, bei denen keine Kosten für das Betreiben von Pumpanlagen anfallen, werden auch im Bereich Beesdau und Görlsdorf bei Luckau, in Saßleben und im Lübbenauer Ortsteil Stennewitz genutzt.