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| 11:27 Uhr

7,2 Millionen Euro werden investiert
Plattendreher in Lübbenau am Werk

 In  der Robert-Schumann-Straße herrscht reges Treiben. Hier wird der Aufgang eines Wohnblocks abgetragen.
In  der Robert-Schumann-Straße herrscht reges Treiben. Hier wird der Aufgang eines Wohnblocks abgetragen. FOTO: WIS
Lübbenau. Baubeginn an der Robert-Schumann-Straße: WIS-Projekt „Wohnen an den Gärten“ nimmt Gestalt an.

Küchenherde, alte Bodenbeläge und Kellerverschläge liegen vor den verlassenen Wohngebäuden der Lübbenauer Robert-Schumann-Straße. Ein großer Kran hebt die ersten Platten des Aufgangs Nummer 4 vom Wohnhaus ab. Nach der Planungsphase ist bei der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald bmH nun Baustart für das Projekt „Wohnen an den Gärten“.

Zwei Wohnhäuser werden dabei vollständig saniert. Ein Eingang wird komplett abgetragen. „Dafür brauchen wir etwa eine Woche. Es ist deutlich aufwendiger als ein Komplettabriss“, heißt es von der beauftragten Baufirma. So werden die Deckenplatten, Innen- und Außenwände einzeln sorgsam entfernt. Parallel dazu werden die beiden Wohnhäuser 1–3 und 5–6 entrümpelt und entkernt. Der Baukörper wird von Türen, Fenstern, Bodenbelägen, Heizungs- sowie Sanitäranlagen, von Wasserleitungen und der gesamten Elektrik befreit. „Letztendlich stehen jeweils nur noch die Außenhülle und einige tragende Innenwände, um neue Grundrissvarianten zu schaffen“, verrät WIS-Projektleiterin Annett Merting. „Wir sind sehr froh, dass es jetzt endlich losgeht, und der letzte Schandfleck unseres Bestandes beseitigt wird“, ergänzt sie.

„Wohnen an den Gärten“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der WIS mit dem AWO Regionalverband Brandenburg Süd. Als Bauherr übernimmt die Wohnungsbaugesellschaft die Baubetreuung und Vermietung der zukünftig 58 Wohnungen mit Gemeinschaftsraum und angrenzender Tagespflege. Letztere wird von der Arbeiterwohlfahrt betrieben. Gemeinsam mit Experten haben WIS und AWO bereits in der Planung Grundlagen für Hilfsmittel geschaffen, die den späteren Bewohnern deren Alltag erleichtern. „Wir schaffen zum Beispiel die Voraussetzungen für Wlan im Haus, damit die Mieter technische Assistenzsysteme nutzen können“, erklärt Michael Jakobs, WIS-Geschäftsführer. Die gesamte Wohnanlage wird barrierefrei erschlossen und einen hohen Wohnkomfort erhalten. 7,2 Millionen Euro investiert die WIS für den Teilrück-, Aus- und Neubau des  Bauprojektes. Jüngst gab es eine Fördermittelzusage des Landes Brandenburg. 2021 sollen die Mieter einziehen können.

 In  der Robert-Schumann-Straße herrscht reges Treiben. Hier wird der Aufgang eines Wohnblocks abgetragen.
In  der Robert-Schumann-Straße herrscht reges Treiben. Hier wird der Aufgang eines Wohnblocks abgetragen. FOTO: WIS