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Bauausschuss: kein Geld für Burgplatz

Rund 300 000 Euro hat die Sanierung der Calauer Dunkelsburg gekostet, wovon die Stadt ein Drittel zu übernehmen hatte. Mit weiteren 150 000 Euro würde die Anlage eine knappe halbe Million Euro verschlingen. Zu viel Geld, sagt der Bauausschuss.
Rund 300 000 Euro hat die Sanierung der Calauer Dunkelsburg gekostet, wovon die Stadt ein Drittel zu übernehmen hatte. Mit weiteren 150 000 Euro würde die Anlage eine knappe halbe Million Euro verschlingen. Zu viel Geld, sagt der Bauausschuss. FOTO: Marciniak
Calau. Für rund 300 000 Euro ist die Calauer Burgruine saniert worden – ein Drittel etwa hatte die Stadt dafür selbst aufzubringen. Nun sollte in diesem Jahr noch der Burgplatz befestigt werden, weil er wie gerade bei Regenwetter kaum ohne Gummistiefel begehbar ist. H. Kuschy

Nach dem Willen des Bauausschusses aber wird daraus nichts. Er hat nach einem entsprechenden Antrag von Roswitha Reiche (LW) der Stadtverordnetenversammlung die Empfehlung gegeben, die Position aus dem Haushalt zu streichen.

Die Befestigung würde noch einmal rund 150 000 Euro kosten, wovon die Stadt selbst 50 000 Euro beizusteuern hätte. "Da hört das Verständnis auf", sagte die Abgeordnete und befand sich damit in bester Gesellschaft zum Beispiel mit dem Ausschussvorsitzenden Norwin Märkisch (CDU). Ihm konnte niemand die Frage nach der Besucherzahl an der Burgruine beantworten, die eine solch hohe Ausgabe nach seiner Ansicht hätte rechtfertigen können. "Wenn dann noch der Archäologe dazu kommt, der die Arbeiten begleiten müsste. . ." - den Satz ließ er unvollendet. Statt dessen bezog er sich unter anderem auf die Bitte von Steffen Römelt aus Mlode. In der Einwohnerfragestunde hatte er die Abgeordneten gebeten, noch einmal darüber nachzudenken, ob der Spielplatz als einziger Treffpunkt für Eltern mit ihren Kindern nicht doch errichtet werden könne. Im vorigen Jahr musste der alte wegen Sicherheitsmängel abgerissen werden. Dafür und für andere nötige kleinere Ausgaben in den Ortsteilen könnten die 50 000 Euro ausgegeben werden, so Märkisch. Auch der Hinweis von Bürgermeister Werner Suchner (parteilos), dass die Befestigung des Burgplatzes seit Jahren geplant sei, änderte nichts an der letztlich getroffenen Entscheidung. André Bareinz (SPD) hatte als Vorsitzender des Tourismusausschusses noch an die Abgeordneten appelliert, doch das Vorhaben zu Ende zu führen und zu sagen: Das ist uns wichtig. Schließlich solle der Witzerundweg weiterentwickelt und die Dunkelsburg so an die Innenstadt angebunden werden. Mit vier Ja- und drei Gegenstimmen sowie einer Enthaltung fiel die Entscheidung gegen die Umfeldgestaltung aus.