Eingegliedert in einem Shop ist das für die Bahn eine rentable Angelegenheit.
Lübbenau unterdessen sieht das etwas anders: „Für uns ist das Bahnhofsgebäude stadtbildprägend“ , erklärte Bürgermeister Helmut Wenzel. Deshalb wolle die Stadt das Gebäude erhalten. Allerdings, so argumentiert das Stadtoberhaupt, wäre eine Nachnutzung schwierig, wenn gleich nebenan in einer so genannten Containerlösung ein Konkurrent stehe.
Hinter verschlossenen Türen beriet deshalb der Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend die Situation und wog das Für und Wider ab. Im Ergebnis beauftragte das Gremium den Bürgermeister, mit der DB Bahn Service und Station über Konditionen einer möglichen Übernahme durch die Stadt zu beraten.
Zumal die Bahn der Stadt das Gebäude bereits angeboten hat. Zum Kauf oder zur Miete, bestätigte Bürgermeister Helmut Wenzel gestern auf Nachfrage. „Wenn die Stadt sich engagiere, würde die Bahn auf eine Containerlösung verzichten“ , erklärte Wenzel gegenüber der RUNDSCHAU.
Bisherige Vorstellungen der Stadt gehen davon aus, über Fördermittel aus dem Städtebauprogramm beispielsweise die Fassade zu sanieren oder den Ausbau gestützt zu bekommen.
Für Lübbenau als Erholungsort ist der Bahnhof wichtig: Ein Teil der Gäste reist mit dem Zug an und erhält am Bahnhof den ersten Eindruck von der Spreewaldstadt. Außerdem könnte in dem Gebäude ein touristisches Dienstleistungsangebot gut und gerne untergebracht werden. Allerdings müsste sich das für die Stadtkasse dann auch ordentlich rechnen.