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| 16:18 Uhr

Erfreuliche Bilanz
Bäder melden Rekordbesuch

Noch ein Mal in das kühle Nass springen, bevor der Badespaß zum Wochenende endet: Am Mittwoch war das Erlebnisbad in Calau wieder gut besucht. Eine Saison der Superlative mit Rekordbesucherzahlen neigt sich in der Region dem Ende entgegen.
Noch ein Mal in das kühle Nass springen, bevor der Badespaß zum Wochenende endet: Am Mittwoch war das Erlebnisbad in Calau wieder gut besucht. Eine Saison der Superlative mit Rekordbesucherzahlen neigt sich in der Region dem Ende entgegen. FOTO: Rüdiger Hofmann
Calau/Altdöbern. In Calau und Altdöbern freut man sich über so viele Gäste wie seit vielen Jahren nicht mehr. Von Rüdiger Hofmann und Daniel Preikschat

Was für ein Sommer, und was für ein Ansturm auf die Freibäder der Region. Calau und Altdöbern vermelden nach den vergangenen heißen Monaten Rekordbesucherzahlen. Das Erlebnisbad Calau wird am Freitag ein letztes Mal für dieses Jahr öffnen. Anlässlich des Saisonendes zeigte sich Badleiter Jörg Labes sehr zufrieden: „Das Wetter hat uns natürlich in die Karten gespielt. So einen Besucherandrang hatten wir selten zuvor.“ Rund 21 500 Menschen besuchten in dieser Saison das Bad – der höchste Wert seit dem Jahr 2000. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 lag die Besucherzahl bei rund 10 000 Besuchern – mehr als doppelt so viele Badegäste probierten 2018 den Sprung in das kühle Nass.

„Noch bemerkenswerter wird dieser Fakt, da die eigentliche Badesaison aufgrund von Bauarbeiten etwa zwei Wochen verspätet begann“, teilt Pressesprecher Jan Hornhauer mit. Besucherstärkste Tage waren laut Jörg Labes der 31. Juli sowie der 1. August. An den beiden Ferientagen lag die Besucherzahl – ohne gesondert angemeldete Gruppen – bei 743 und 752 zahlenden Gästen.

Punkten konnte das Erlebnisbad Calau auch mit regelmäßig angebotenen Schwimmkursen für Vorschul- und die 1. bis 3. Klassen. „Das ist unglaublich wichtig, dass die Kinder – sobald es ihre Motorik zulässt – das Schwimmen lernen“, sagt Bad-Schichtleiterin Adele Zeiger-Pusch. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass in der aktuellen Badesaison bundesweit 20 Kinder unter 15 Jahren in Freibädern ertrunken sind, meldet die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft.

Mit dem Ende der Freibadsaison in Calau beginnen ab Samstag für Jörg Labes und sein Team weitere Arbeiten. „Wir müssen das Bad winterfest machen. Dazu werden ein Teil des Wassers abgelassen und eine Grundreinigung durchgeführt.“

Einen Besucherrekord für diesen Sommer vermelden auch die Betreiber des Gemeindebads in Altdöbern. Exakt 8323 Kinder und Erwachsene tummelten sich bis Mittwoch, 28. August, im Bad, so Bürgermeister Peter Winzer. So viele Menschen kamen in den sechs Jahren, in denen der Förderverein Betreiber des Bads ist, noch nie, im vergangenen Jahr waren es rund 5000 gewesen.

Vor allem Einwohner aus Altdöbern und Umgebung durfte man An der Promenade begrüßen. Doch Besucher kamen bis aus Großräschen, so der Bürgermeister. Gerade Jugendliche stürzten sich gern vom Drei-Meter-Sprungturm ins erfrischende Nass. Winzer selbst hatte es geht beim Anbaden am 1. Juni vorgemacht. Öffentlichkeitswirksam stürzte sich der Bürgermeister dann noch mal beim Stundenschwimmen im Juli ins Becken. „Das war eigentlich der einzige Tag mit schlechtem Wetter.“ Seither kamen bei Prachtwetter nicht nur viele Badegäste. Es konnten auch drei Schwimmkurse veranstaltet werden. Die meisten Kinder der Altdöberner Kita, betont Winzer, können schwimmen, wenn sie eingeschult werden.

Von den Mehreinnahmen an der Kasse allerdings bleibt nach Einschätzung Winzers nicht viel übrig. Aufgrund der Dauerhitze und der vielen Badnutzer musste auch mehr in die Wasseraufbereitung investiert werden. Dennoch sei das Besucherzahl-Plus positiv zu sehen: „Das Bad ist für die Bürger da.“ Und die haben es in diesem Jahr besonders ausgiebig nutzen können.

Im traditionellen Schwimmdress eröffnete Peter Winzer mit einem Sprung vom Drei-Meter-Brett in Altdöbern die Freibadsaison.
Im traditionellen Schwimmdress eröffnete Peter Winzer mit einem Sprung vom Drei-Meter-Brett in Altdöbern die Freibadsaison. FOTO: Uwe Hegewald