ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:14 Uhr

Babower Weg – zu schmal, aber nicht im Kreis-Plan

Vetschau-Märkischheide.. Der Babower Weg, der vom Dorfanger Märkischheide hinaus in Richtung Babow führt, ist zwischen den Nummern 20 bis 36 viel zu schmal, nur vier Meter breit, weiß Anwohner Dieter Frenzel. Fahrzeuge, die sich hier im Gegenverkehr begegnen, bekommen ein Pro blem, müssen teils von der Straße herunter und zerfahren natürlich die Ränder. Tonnagebegrenzungen gebe es von auswärts in Richtung Märkischheide nicht, das bekämen die Anwohner zu spüren und erwarten vom Kreis, dass die Straße endlich gebaut wird. Denn erst dann könne die Dorferneuerungsplanung wirklich ernsthaft umgesetzt werden. Von Hannelore Kuschy

So stellen sich die Märkischheider ihren Babower Weg vor, und so nahm es auch das Cottbuser Büro Wolf in den Dorferneuerungsplan auf: Im Babower Weg sollen in lockeren Gruppen Bäume gepflanzt werden. Diese Kreisstraße sei verkehrsberuhigt zu gestalten. Geringste Lärmbelästigung und geringe Kosten verspreche eine Asphaltdecke, vorstellen könne man sich eine Verkehrsinsel. Am Ortsausgang müsse der Wendeplatz ausgebaut werden. Nördlich und südlich der Fahrbahn seien Gehwege vorgesehen, die auch von Radfahrern genutzt werden können. Auf der Südseite könnten Längsstellplätze für Autos eingerichtet werden, die Nordseite erhalte einen Hochbord.
Damit die Stadt jedoch ihren Anteil, zum Beispiel die Gehwege, leisten kann, muss der Kreis zuvor seine Straße bauen. In den Planungsunterlagen wird darauf hingewiesen, dass dieser Bau in naher Zukunft realisiert werden sollte, zumindest müsste der Kreis dazu eine verbindliche Planung vorlegen.
Das wäre natürlich auch im Interesse der Anwohner, die sich, wie Dieter Frenzel berichtet, schon lange über den Straßenzustand ärgern. Aus Richtung Kolkwitz/Milkersdorf kämen 40-Tonner durch den Babower Weg, auch der Stradower Weg in Richtung Märkischheide kenne keine Tonnagebegrenzung, so Dieter Frenzel. Das Haus Nummer 5 habe sich bereits gesenkt. Über ein längeres Stück, von Nummer 20 bis 36, messe die Straße nicht mehr als vier Meter in der Breite. Einen Meter breiter müsse sie schon sein, damit Schilder nicht umgefahren und die Straßenränder bzw. Wege nicht zerfahren werden.
Rainer Paulan, Leiter Bauinvestitionen beim Kreis-Tierfbauamt, aber macht den Anwohnern und der Stadt wenig Hoffnungen, dass dieses Vorhaben noch in die Fünf-Jahres-Planung aufgenommen werde, auch, wenn vorgesehen sei, den Babower Weg grundhaft zu erneuern. Deshalb gehe der Weg vorrst in die Instandhaltung zurück und werde bei Bedarf repariert, bestätigt Kreisstraßenmeister Ralf Herrmann.
Fritz Handrow, Bürgermeister von Kolkwitz, kenne das Pro blem der fehlenden Tonnagebegrenzung aus Richtung Kolkwitz/Krieschow nicht, wolle sich jedoch darum kümmern.