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| 14:14 Uhr

AWO übernimmt Schulsozialarbeit

Lübbenau.. Neuer Träger der Schulsozialarbeit an den Förderschulen des Landkreises in Lübbenau und Altdöbern wird vermutlich der AWO-Regionalverband Brandenburg Süd. Darauf haben sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Landkreises Oberspreewald-Lausitz verständigt. Birgit Keilbach

Die Beschlüsse hierzu müssen jedoch noch auf ihre Gültigkeit hin geprüft werden, da zur Ausschusssitzung nicht alle Abgeordneten anwesend waren. "Das Rechtsamt sollte uns Auskunft geben, ob die Abstimmung im Ausschuss rechtsgültig ist und wie wir nachträglich eine Rechtmäßigkeit herstellen können", begründete Dr. Karin Heise ihren Antrag zur Geschäftsordnung.
Die Neuvergabe der Trägerschaft war notwendig geworden, weil sich der bisherige Trägerverein "Lernen und Fördern" in Calau zum Jahresende auflöst. "Damit die Sozialarbeit an den Schulen ohne Verzögerung fortgesetzt werden kann, müssen zum 1. Januar neue Verträge abgeschlossen sein", erläuterte Maren Reichelt, beim Jugendamt zuständig für die offene Jugendarbeit. Sie hatte den Mitgliedern des Ausschusses die Beschlussvorlagen erläutert und die Empfehlungen für die neue Trägerschaft gegeben. Beworben hatten sich in Lübbenau und Altdöbern die Miteinander GmbH und der AWO-Regionalverband. Als dritter Bewerber hatte für Altdöbern der Verein Interforum einen Antrag eingereicht. Neuer Träger der Schulsozialarbeit in Großräschen wird der Verein JC 94 sein.
Nach den Ausführungen von Maren Reichelt werde in Großräschen ein Pilotversuch gestartet, bei dem die Schüler der fünften und sechsten Klassen an den zwei Grundschulen ebenso wie die Oberschüler in die Schulsozialarbeit einbezogen werden. Zudem wolle der Verein JC 94 in Großräschen in Projekten die Jugendsozialarbeit an den Schulen mit der offenen Jugendarbeit im Jugendclub verknüpfen, erläuterte Maren Reichelt.
Ulrich Thorhauer, sachkundiger Bürger im Jugendhilfeausschuss, unterstützte den Vorschlag der Verwaltung. "In Calau verbindet der Verein Jugendhilfe Niederlausitz die Schulsozialarbeit und die offene Jugendarbeit bereits mit guten Ergebnissen", legte er seine Erfahrungen dar. Daher halte er das Konzept des JC 94 für sinnvoll. Es sei zudem ein Schritt auf dem Weg zur Vernetzung von Trägerschaften, ergänzte Thorhauer.
So schlug die Verwaltung für die Vergabe der Schulsozialarbeit an der Förderschule Lübbenau den Regionalverband Brandenburg-Süd der Arbeiterwohlfahrt (AWO) als neuen Träger vor. "Es bestehen bereits Kooperationsbeziehungen zwischen der Schulsozialarbeiterin und den AWO-Einrichtungen in der Dammstraße und der Grotewohlstraße", erläuterte Maren Reichelt. "Die Bewerbung des Vereins Interforum entspricht noch nicht den Anforderungen des Landkreises", stellte sie fest. Daher schlage sie vor, diesem Verein die Chance zur Entwicklung zu geben.