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AWO-Mitarbeiter protestieren in Calau

Calau. Mit einer Protestaktion am gestrigen Freitag vor dem AWO-Pflegeheim Wohnpark "Am kleinen Wald" haben 30 dort Beschäftigte ihrer Forderung nach besserer Entlohnung Nachdruck verliehen. Aufgerufen zu der Aktion hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die seit Anfang November 2016 mit der AWO-Tarifgemeinschaft Brandenburg in Verhandlung steht, heißt es in einer Verdi-Pressemitteilung. red/dpr

Gefordert werde, die Mitarbeiter der AWO in allen Bereichen entsprechend des aktuellen Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst zu entlohnen. Ein von der AWO vorgelegtes Tarifangebot habe Verdi "als nicht tragfähig abgelehnt". Das Angebot galt überdies nur für Beschäftigte, die in den Bereichen Kinder und Jugend, Frühförderung, Einzelfallhilfe und Schwangerschaftskonfliktberatung tätig sind, heißt es weiter. Für Mitarbeiter in der stationären und in der ambulanten Pflege wurde noch gar kein Vorschlag unterbreitet. Das Gleiche gelte für Kollegen, die Menschen mit Behinderungen betreuen, in der Veraltung oder in technischen Bereichen arbeiten.

Im Februar und Anfang März sollen die Verhandlungen laut Verdi fortgesetzt werden.

Mit dem ASB Ortsverband Lübbenau/Vetschau hatte sich Verdi auf einen Haustarifvertrag geeinigt, der im September in Kraft trat und für 310 Kollegen sechs bis 32 Prozent mehr Lohn je nach Beschäftigungsjahren und Weihnachtsgeld vorsieht. Ab Januar erhöhen sich die entgelte laut dem Vertrag nochmals leicht. Im März 2016 hatten die Mitarbeiter vor dem Lübbenauer ASB-Heim protestiert.