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Kunst und Kultur
Ausstellung „Denkanstöße a la art“ feiert Halbzeit

Reiner Schwalme (l.) wird von zahlreichen Gästen, darunter OSL-Landrat Siegurd Heinze (r.), im Kolosseum geehrt.
Reiner Schwalme (l.) wird von zahlreichen Gästen, darunter OSL-Landrat Siegurd Heinze (r.), im Kolosseum geehrt. FOTO: Queenie Nopper / Lübbenaubrücke
Lübbenau. Reiner Schwalme und seine Poster und Cartoons wurden am Dienstag im Kolosseum Lübbenau von vielen Gästen gewürdigt. Von Rüdiger Hofmann

Das Einkaufszentrum Kolosseum Spreewald in Lübbenau und die Freunde der Lübbenaubrücke haben am Dienstag Künstler Reiner Schwalme und sein Werk gewürdigt. Zur sogenannten „Midissage“ (der Halbzeit einer Ausstellung, hier: „Denkanstöße a la art“ mit Postern und Cartoons) waren neben OSL-Landrat Siegurd Heinze (parteilos) auch Jürgen Othmer als Vorsitzender Freunde der Lübbenaubrücke und Rainer Höttler, Geschäftsführer des Kolosseums Spreewald GmbH, unter den Gästen. Othmer erwähnte in seiner Rede auch die Bedeutung des „Kunstraum-Spreewald“. Unter dieser Dachmarke haben sich aquamediale, Spreewaldatelier und Spektrale als stabil gewachsene Kunstprojekte innovativ vernetzt. Der Spreewald werde so als Raum für zeitgenössische Künstler regional als auch international geöffnet.

Doch im Mittelpunkt stand Reiner Schwalme. Er studierte in Berlin Gebrauchsgrafik, zeichnete Illustrationen für verschiedene Verlage und fand später zur gezeichneten Satire. Mehr als 50 Jahre lang zeichnete er täglich die politische Karikatur für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Seine Arbeiten sind von einem unverwechselbaren, flüssigen Strich. Gerechtigkeit, Toleranz und Frieden sind die großen Themen, für die er sich stark macht. Seine Karikaturen gehören zu den am meisten prämierten der Bundesrepublik, was bei der Veranstaltung auch betont wurde.

Im hohen Alter von 80 Jahren findet er nun ein Stück zurück zur Gebrauchsgrafik und gestaltet im Eigenauftrag Plakate zu unterschiedlichen und aktuellen Themen, von denen eine Auswahl im Kolosseum gezeigt wird und zu den Öffnungszeiten besichtigt werden kann.

Das Besondere: Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und geht nun auf Reisen. „Eine nächste Anlaufstelle wird Eimbeckhausen in Niedersachsen sein“, so Queenie Nopper von der Lübbenaubrücke. Die Ausstellung wurde von der Lübbenaubrücke initiiert und maßgeblich vom OSL-Kreis finanziell unterstützt.