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Ausstellung soll Frauen Mut machen

Firmen-Chefin Franziska Zimmermann aus Lübbenau sah sich mit Calaus Bürgermeister Werner Suchner, Landrat Siegurd Heinze und dem Lübbenauer Bürgermeister Helmut Wenzel (v.l.) die Ausstellung an. Sie ist noch bis zum 5. Februar im Kolosseum zu sehen.
Firmen-Chefin Franziska Zimmermann aus Lübbenau sah sich mit Calaus Bürgermeister Werner Suchner, Landrat Siegurd Heinze und dem Lübbenauer Bürgermeister Helmut Wenzel (v.l.) die Ausstellung an. Sie ist noch bis zum 5. Februar im Kolosseum zu sehen. FOTO: Daniel Preikschat
Lübbenau. Sie sind Bootsbauerin, Bauingenieurin oder Steinmetz – die selbstbewusst dreinschauenden Frauen der Ausstellung "Meine Zukunft: Chefin im Handwerk". Diese hat gestern OSL-Landrat Siegurd Heinze (parteilos) mit Marcel Linge von der Cottbuser Gründerwerkstatt Zukunft Lausitz und Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) im Lübbenauer Einkaufszentrum Kolosseum eröffnet. Daniel Preikschat

Die Ausstellung der bundesweiten Gründerinnenagentur (bga) in Stuttgart hat zur Region Lausitz keinen direkten Bezug. Dennoch findet es Landrat Heinze wichtig, sie in Lübbenau zu zeigen. Sei doch die Frauenquote bei Firmengründungen in der Region ausbaufähig. So seien 2016 im Handwerkskammerbezirk Cottbus unter 1581 Firmengründern nur 264 Frauen gewesen. Elf von ihnen konnten über den Lotsendienst der Wirtschaftsentwicklungs- und Qualifizierungsgesellschaft in Lauchhammer ein Unternehmen gründen. Die gezeigten Beispiele in der Ausstellung sollen andere Frauen animieren, ebenfalls den Weg zu gehen, so Heinze.

Weiter berichteten zur Ausstellungseröffnung zwei Frauen aus Lübbenau von ihren Chef-Erfahrungen. Wobei Franziska Zimmermann im vergangenen Jahr die Geschäftsführung in der Haustechnik-Firma ihres Vaters übernehmen konnte. Die 34-jährige Handwerksmeisterin mit einem Studienabschluss in Gebäude- und Energietechnik schilderte, wie sie sich in einem klassischen Männerberuf Respekt durch Kompetenz und selbstsicheres Auftreten mit festem Händedruck verschaffen konnte.

Designerin Sarah Gwiszcz hat ihr Modelabel Wurlawy 2014 in Lübbenau gegründet und freut sich über die gute Geschäftsentwicklung. Frauen, so ihre Erfahrung, seien zurückhaltender bei Unternehmensgründungen. Ihnen Mut zu machen, sei richtig.

Der Gründerwerkstatt Lausitz viel zu verdanken, haben die Geschwister Aileen und Janine Buder, die seit 2016 in Lübben einen privaten Kindergarten betreiben und ebenfalls bei der Ausstellungseröffnung dabei waren. Auch die Erzieherinnen, die unternehmerisches Denken erst lernen mussten, loben den Ansatz der Ausstellung.