Das Grundstück in Stottoff hat eine wechselvolle Geschichte. Anfang 1990 erwarb es Familie Erika und Erwin Kuck auf dem Berliner Immobilienmarkt. Aus dem unscheinbaren Haus wollte Bauunternehmer Kuck ein Hotel mit vielen Extras errichten lassen. Im April 1995 war die Eröffnung des "Turmhotels". Das völlig umgebaute Haus hatte sich sehr zum Vorteil verändert. Noch im Jahr 1995 starb Erwin Kuck, seine Frau, Erika, verpachtete das Hotel. Sie hatte nicht immer Glück mit der Wahl der Pächter, und das Hotel nahm so manchen Schaden.

Marion Walter war die letzte Pächterin. Sie betrieb das Hotel vom 1. Juli 2004 bis 2016. Sie versuchte vieles, was im Argen lag, wieder in Ordnung zu bringen. Dennoch: Der Küchenbetrieb musste eingestellt werden, denn in den Küchenräumen im Keller stand Wasser.

Seit dem Frühjahr 2015 stand das Hotel wieder zum Verkauf. Der Neue, Faouzi Jlassi (Nationalität: halb Franzose und halb Tunesier), hat Erfahrungen im Hotelgewerbe. Seit 17 Jahren lebt er in Deutschland. Er arbeitete in einigen 5-Sterne-Hotels. Er nennt das Hotel "Kempinski". Zudem habe er das 5-Sterne-Hotel "Titanic" am Gendarmenmarkt eröffnet und war dessen Direktor.

Im alten Lübbenauer "Turmhotel" soll nun die "Zeit" eine bedeutende Rolle spielen. Jlassi: Die Zeit ist das Alleinstellungsmerkmal, die das Hotel hat. Deshalb auch ein neuer Name für Hotel und Restaurant. In Stottoff gibt es ab März das Hotel "Spreezeit" (Zeit für Dich), das Restaurant wird sich "Zeitless" nennen (Nimm Dir Zeit).

Die Gäste sollen sich im Hotel erholen, den Stress des Alltags hinter sich lassen. Und die Familie Jlassi will in Lübbenau eine neue Heimat finden.