(kkz) Rinderzüchter Peter Schollbach fährt in diesem Jahr mit vier Tieren zur Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (Brala) nach Paaren im Glien nordwestlich von Berlin. Sie findet in diesem Jahr vom 9. bis 12. Mai statt.

Von seinen Uckermärkern hat er Kuh Swea mit dem fünf Monate alten Bullenkalb Kito sowie die beiden Färsen Jurina und Lissy ausgesucht. Bei der Landesfleischrindschau ist der Kemmener aber nicht der einzige Teilnehmer aus Südbrandenburg. Aus Raddusch reist Fritz Buchan mit Angus-Rindern an und Detlef Jacob kommt aus Hindenberg mit Welsh Black. Und auch aus den Nachbarkreisen sind Züchter dabei: Roberto Bock (Großbahren) führt Highland Cattle vor, Birgit Wache (Wehnsdorf) zeigt Charolais und Familie Lühmann (Reichwalde) ist mit Milchrindern dabei.

Besonderer Höhepunkt bei der 29. Brala ist der Bundesjungzüchterwettbewerb Fleischrinder. Kinder- und Jugendliche bis zu einem Alter von 25 Jahren führen die Tiere verschiedener Rassen vor. Auch die Uckermärker von Peter Schollbach werden dabei sein. Beurteilt wird bei diesem Wettbewerb aber nicht das Aussehen der Rinder, sondern das Zusammenspiel zwischen Jungzüchter und Tier. Die besten Rinder werden schon am Freitag bei der Landestierschau ermittelt. Preisrichter beurteilen anhand der rassetypischen Merkmale, welches Tier dem Ideal am nächsten kommt. Über zweihundert Rinder werden allein für diese Wettbewerbe bei der Brala sein. Die Landwirtschaftsausstellung nutzen natürlich auch andere Tierzuchtverbände um beispielsweise Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen oder Kaninchen zu zeigen.

Schulklassen seien vor allem am Donnerstag und Freitag zur Brala eingeladen, so Schollbach, der seit vielen Jahren bei der Landwirtschaftsschau dabei ist. Er selbst züchtet seit über 25 Jahren Fleischrinder der Rasse Uckermärker. Sie ist seit 1993 als Fleischrindrasse anerkannt. In Deutschland werden laut Schollbach rund 20 Fleischrindrassen gehalten. Schollbach engagiert sich auch im Rasseverband und ist Mitglied im Rinderzuchtverband Berlin-Brandenburg (RBB).