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Auf Kulturhausplatz in Vetschau wird es ernst

Vetschau. Es kommt offenbar mehr Bewegung auf den Vetschauer Kulturhausplatz. Der Vorentwurf des Bebauungsplans geht in den Wirtschaftsausschuss und wird dort am Montag, 27. H. Kuschy

April, diskutiert.

Ziel des Plans ist, die wohnnahe Grundversorgung der Vetschauer mit Lebensmitteln und weiteren Waren des täglichen Bedarfs zu verbessern. Zwischen Friedhof, Pieckstraße, Bahnhofstraße und den Hausgärten der Bahnhofstraße 13 sollen ein Lebensmittelmarkt mit einer Fläche von rund 2300 Quadratmetern, ein weiteres Gebäude für Einzelhandel und eine Bäckerei mit Tagescafé entstehen. Auch einen Spielplatz soll es weiterhin geben. Ausgegangen wird darüber hinaus von etwa 100 Parkplätzen.

Wie Grundstücksverwalter Helmut Schmid aus Quickborn auf Anfrage mitteilt, soll es nun so zügig wie möglich weitergehen. Noch vor der Sommerpause, Anfang Juli, wollen die Stadtverordneten über den Plan befinden. "Dann wird der Schandfleck Kulturhaus abgerissen. Parallel dazu wird der Bauantrag gestellt", erklärt Helmut Schmid. Er rechnet damit, dass noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen wird.

Welcher Lebensmittelmarkt auf den Kulturhausplatz ziehen wird, ist noch nicht entschieden. "Wir stehen in Verhandlung mit Rewe", sagt Helmut Schmid. Dessen jetziger Standort an der Thälmannstraße sei nicht mehr zeitgemäß. Rewe werde dort schließen, selbst wenn er nicht zum Kulturhausplatz umziehe, so seine Überzeugung.

Unter den Vetschauern hat es in der Vergangenheit unterschiedliche Auffassungen zu diesem Thema gegeben. Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) hat sich deutlich für einen Rewe-Umzug ausgesprochen. Vetschau, so seine Auffassung, sollte auf einen Vollsortimenter nicht verzichten. Andere wieder befürchten, dass nach einem Umzug das Gebäude an der Thälmannstraße für längere Zeit leer stehen könnte.