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| 01:32 Uhr

„Auf die Gurke, fertig, los!“

Der große Pulk drängt sich durch die Lübbenauer Altstadt und geht in die Spur in Richtung Spreewald.
Der große Pulk drängt sich durch die Lübbenauer Altstadt und geht in die Spur in Richtung Spreewald. FOTO: Bilderdienst-Lausitz/rhl1
Lübbenau. Mit sportlichem Ehrgeiz haben am Samstagvormittag fast 1500 Sportler beim 9. Spreewald-Marathon in Lübbenau um die begehrten Gurkenmedaillen, Pokale und Ehrenurkunden gekämpft. Auf sieben Wettkampfstrecken liefen, walkten und wanderten Jung und Alt in ihrer Altersklasse einer guten Platzierung entgegen. Das sonnige Frühlingswetter lockte viele Zuschauer an die Strecken. Von Bernd Marx

Von einem beliebten Fernsehstar in den Wettkampf geschickt zu werden, das wurde für fast 1500 kleine und große Teilnehmer in Lübbenau Wirklichkeit. Die Sports- und Spaßkanone Adi Gerhard Adolph (73) aus Berlin, und Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) schickten mit dem Kommando "Auf die Gurke, fertig, los!" die Aktiven auf ihre Wettkampfstrecken. Mit dem 9-Uhr-Glockenschlag verließen die Wanderer zum 21,1 Kilometer langen Biosphärenreservat-Halbmarathon unter dem Beifall Hunderter Zuschauer den Startbereich in Richtung Lehde, Leipe und Burg, um dann wieder über die Gasthäuser Waldschlösschen, Pohlenzschänke und Wotschofska zurückzukehren. Später folgten die Läufer und Walker über diese Distanz. Die Jüngsten starteten mit viel Elan und Ehrgeiz beim 400-Meter-Mini-Gurkenlauf. Darunter die Dreikäsehochs Max Mühler aus Mittweida, Laura-Marie Schilge aus Lübbenau, Moritz Lehmann aus Rochlitz, Pierre Matzanke aus Lübbenau, Alina Böhlke und Hanna Benkenstein aus Berlin.

Zum ersten Mal in ihrem jungen Sportlerleben trug sich Michaela Andersen aus Wildau in eine Siegerliste ein. "Bisher habe immer nur in der Schule Rennen gewonnen", sagte die 10-Jährige. Bei den Jungen konnte der zwölfjährige Franz Krause aus Döbern-Eichwege bei Spremberg als Erster auf das Siegertreppchen steigen. Auf den 4,2 Kilometern des Mini-Marathons wiederholte die 16-jährige Sarina Blumentritt aus Bahnsdorf ihren Vorjahreserfolg. "Ich will mal Olympiasiegerin werden", so die Sportschülerin, die dafür das Jahr 2016 anvisiert. Das hörte auch Organisations-Chef Hans-Joachim Weidner (52) mit Wohlwollen: "Das wäre natürlich ein tolles Ding, vom traditionellen Spreewald-Marathon zum Olympiasieg." Der Experte für Massensport lobte die gute Vorbereitung und Organisation in der Spreewaldstadt. Zum ersten Mal beim Mini-Marathon dabei und schon mit einem ersten Platz in der Siegerliste - dieses Kunststück brachte der Holländer Bouke Onstenk (30) fertig, der sich in Sondershausen einer Sportgruppe angeschlossen hat. Aus der Region liefen Robert Wolke, Friedemann Linz, Marcel Pschipsch und Rolf Stieler aus Lübbenau sowie Johannes Pohle und Michael Peschk aus Ragow mit sehr guten Laufzeiten durchs Ziel.