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| 16:35 Uhr

Gefährliche Pflanze wütet in Vetschau
Asthmagefahr lauert an der Straße

Mit vereinten Kräften gegen die kurz vor der Blüte stehende Ambrosia-Pflanze: An der Reptener Chaussee in Vetschau haben sich am Freitag Bürger und Stadtverordnete getroffen, um Felder und Wege von dem Unkraut zu befreien.
Mit vereinten Kräften gegen die kurz vor der Blüte stehende Ambrosia-Pflanze: An der Reptener Chaussee in Vetschau haben sich am Freitag Bürger und Stadtverordnete getroffen, um Felder und Wege von dem Unkraut zu befreien. FOTO: Rüdiger Hofmann
Vetschau. Vetschauer Bürger bekämpfen seit Jahren die Ambrosia-Pflanze. Mit schleppendem Erfolg. Von Rüdiger Hofmann

Christina Bobrowski ist schon seit Jahren dabei. Seit 2012 hilft die Vetschauerin beim Ausreißen einer gefährlichen Pflanze am Straßenrand der Stadt. Die Rede ist von Ambrosia. Die hochallergene Pflanzenart breitet sich in und um Vetschau immer stärker aus. „Die beste Art der Bekämpfung ist das Ausreißen der Pflanzen, bevor diese blühen“, sagt Christina Bobrowski, während sie nach der nächsten Ambrosia Ausschau hält. In der Reptener Chaussee hat sie einen Garten und verfolgt damit nicht ganz uneigennützig das nervige Unkraut.

Am Freitag haben sich zum wiederholten Male Vetschauer Bürger zu einer Ambrosia-Ausreißaktion vor der Gartensparte „Finkenherd“ an der Reptener Chaussee getroffen, um gegen die Gefahr vorzugehen. Die Beteiligten bestätigen: Im Vergleich zum Vorjahr ist der Bestand etwas weniger geworden. Neben dem Bauhof, der unterstützend zur Seite stand, wurde ein Informationsstand angeboten, bei dem sich Interessierte zur Erkennung und zum Umgang mit der Pflanze beraten lassen konnten. „Ambrosia ähnelt der Beifußpflanze“, gibt Bürgermeister Bengt Kanzler einen Tipp zur richtigen Erkennung.

Gleichzeitig verweist er auf die inzwischen gute Öffentlichkeitsarbeit. „In der Stadtverwaltung werden eigenständige Beobachtungen zu Ambrosiabeständen durchgeführt, Bürgerhinweise geprüft und die festgestellten Standorte zur Aufnahme in den Ambrosia-Atlas weitergeleitet“, sagt Kanzler. Die auf städtischen Flächen festgestellten Bestände würden unverzüglich und regelmäßig gemäht. Außerdem werden Grundstückseigentümer und Nutzer gebeten, festgestellte Ambrosia-Pflanzen von ihren Flächen zu beseitigen.

„Inzwischen ist auch eine Koordinierungsstelle für Ambrosia ausgeschrieben worden“, teilt der Fraktionsvorsitzende der Bündnis 90/Die Grünen, Winfried Böhmer, mit. Dabei geht es um eine künftige effiziente Vernetzung aller wichtigen Betroffenen wie Landwirtschafts-, Umwelt- und Gesundheitsministerium.

Unerwünscht!
Unerwünscht! FOTO: Rüdiger Hofmann