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| 01:06 Uhr

Arbeit im Job-Center lief gut an

Lübbenau.. Mit Jahresbeginn trat die Hartz-IV-Gesetzgebung in Kraft. Wer bisher Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe erhielt, bekommt nun das Arbeitslosengeld II.

Am Standort der Arbeitsagentur in Lübbenau nahm gestern die Arbeitsgemeinschaft aus Mitarbeitern der Agentur und der Kommune ihre Tätigkeit auf.
Die Arbeitsgemeinschaft heißt Job-Center Oberspreewald-Lausitz, Geschäftsstelle Lübbenau. "Es ist alles recht gut angelaufen, alle Auskünfte konnten gegeben werden", erklärte die Teamleiterin für den Bereich Beratung und Integration, Kathrin Fuchs.
In der Phase der Antragstellung sammelte Veronika Böttcher (43) aus Vetschau so ihre Erfahrungen: „Man hat sich durchgewühlt, was offen blieb, wurde in der Antragsstelle nachgetragen. Offen geblieben sind aber bei mir Fragen bis heute. Zum Beispiel wie lange ein solcher Bescheid gilt und ob ich wie bisher bis zu 165 Euro mit meinem kleinen Schreibbüro dazuverdienen kann. Ich helfe damit Arbeitslosen, die sich oft bei mir die Augen ausweinen. Das Arbeitslosengeld II habe ich überwiesen bekommen, mir wurden jedoch 75 Euro vom Regelsatz abgezogen.“
Erniedrigt fühlt sich Regina Suppan (56) aus Vetschau. Jahrzehnte habe sie in der Landwirtschaft gearbeitet und schwer. Jetzt müsse sie mit 200 Euro für den Lebensunterhalt auskommen. „Es ist so entmündigend, wenn man alle seine Ausgaben offenlegen und vom Nötigsten leben muss, während Politiker neben ihrer Arbeit auch noch Gehälter großer Konzerne beziehen.“
Hauptsächliche Anliegen gestern im Job-Center seien Rückfragen wegen der Bewilligungsbescheide gewesen. Es habe sich niemand gemeldet, dass er sein Arbeitslosengeld II nicht bekommen hat. "Sollte das bei jemandem der Fall sein, kann er sich bei uns melden, dann erfolgt die Barzahlung", informiert Brigitta Kose, Geschäftsführerin des Job-Centers Oberspreewald-Lausitz.
Im Eingang erfolge die Kundensteuerung. Das Anliegen des Kunden werde weiter geleitet und dieser entweder von einem Mitarbeiter der Arbeitsagentur oder des Job-Centers abgeholt.
"Die Arbeitsvermittler bleiben als persönliche Ansprechpartner für jene, die nur kurze Zeit arbeitslos sind, ihre Zuständigkeit untergliedert sich in: Jugendliche unter 25 Jahren, alle Arbeitslosen über 25 Jahre und Arbeitgeberservice", erläutert Brigitta Kose. Alle Empfänger von Arbeitslosengeld II würden nun vom Job-Center betreut. Dessen Öffnungszeiten entsprechen denen der Arbeitsagentur. (klb/HK)