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Angeblicher Telefon-Sex: Rentner wehren sich gegen Betrugsversuche

Letzte Mahnung: Solche Schreiben hat der Rentner aus Felixsee erhalten. Im vermeintlichen Inkasssobrief stieg die Forderung dann sogar auf 255 Euro.
Letzte Mahnung: Solche Schreiben hat der Rentner aus Felixsee erhalten. Im vermeintlichen Inkasssobrief stieg die Forderung dann sogar auf 255 Euro. FOTO: Renè Wappler
Sedlitz/Felixsee. Neben einem Rentner aus Felixsee wehrt sich auch ein Einwohner von Senftenberg gegen Mahnbriefe, die den Adressaten unterstellen, sie hätten per Telefon eine Sex-Dienstleistung in Anspruch genommen. Karl-Heinz Babick aus dem Ortsteil Sedlitz berichtet: "Das geht jetzt schon drei Monate hin und her. René Wappler

" Ähnlich wie der Betroffene aus Felixsee werde er mit dubiosen Mahnungen und Inkassobriefen überhäuft. "Ich soll 306 Sekunden lang eine Sex-Hotline angerufen haben", berichtet Karl-Heinz Babick. "Daraufhin habe ich den Leuten mitgeteilt: Lasst mich in Ruhe, sonst schalte ich die Polizei ein."

Diese Konsequenz hat der Mann aus Felixsee bereits mit einer Anzeige bei der Spremberger Polizei gezogen. Nach RUNDSCHAU-Informationen sollen auch Einwohner von Tschernitz ähnliche Mahnbriefe erhalten haben, die der Jurist Wolfgang Baumgarten von der Cottbuser Verbraucherzentrale als Betrugsversuche bezeichnet. Ihm zufolge sind inzwischen Tausende solcher Fälle bekannt, in denen die Täter stets die gleiche Masche verfolgen: Sie schicken demnach regelrecht wahllos Rechnungen für das angebliche Nutzen einer Telefonsex-Nummer, auf die sie Mahnungen und Inkassobriefe folgen lassen. Mitunter schüchtern diese Briefe die Adressaten dermaßen ein, dass sie das Geld überweisen - mehrere Hundert Euro.

Das würde Karl-Heinz Babick aus Sedlitz allerdings nicht in den Sinn kommen. "Ich kriege 810 Euro Rente im Monat", sagt er. "An die Betrüger richte ich nur eine Botschaft: Geht einfach arbeiten, statt die Leute zu bescheißen."